Rudolstadt-Festival erstmals mit Deutschland als Länderschwerpunkt

Rudolstadt.  Das Rudolstadt Festival, das größte Weltmusik-Festival Deutschlands, startet am Donnerstag den Vorverkauf. Auch der Sampler für 2019 erscheint.

Spooky Men's Chorale aus Australien im Sommer in Rudolstadt.

Spooky Men's Chorale aus Australien im Sommer in Rudolstadt.

Foto: Michael Pohl

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Das größte deutsche Festival für Roots, Folk und Weltmusik, das Rudolstadt Festival, öffnet am Donnerstag, 12. Dezember, den Vorverkauf für seine 30. Auflage. Wie gewohnt findet es am ersten Juli-Wochenende statt: vom 2. bis 5. Juli 2020.

Die Preise bewegen sich auf Vorjahresniveau, teilten die Veranstalter gestern mit. Das gewöhnliche Dauerticket kostet etwa 96 Euro. Im 30. Festivaljahr widmet sich der Länderschwerpunkt erstmals Deutschland. „Jenseits von Leitkultur und inflationärer Heimat-Vereinnahmung stellen wir die musikalische Matrix für ein Land zusammen, das bunt und spannend, überraschend und äußerst vielfältig ist“, kündigte Programmdirektor Bernhard Hanneken an. Erste Namen für das umfangreiche Programm würden in den kommenden Tagen veröffentlicht. Insgesamt treten Musiker aus 40 Ländern auf. Auf 20 Bühnen werden 300 Konzerte, Workshops und Talks zu erleben sein. Die Veranstalter erwarten bis zu 25.000 Besucher täglich. Die Tickets waren in den vergangenen Jahren im Juni bereits ausverkauft.

Traditionell erscheint zum Jahresausklang der Festival-Sampler des vergangenen Sommers: Er umfasst zwei CDs und eine DVD, begleitet von einem ausführliches Booklet. Ein großer Teil der Aufnahmen entstand bei Konzerten iranischer Künstler, dem Gastland der vergangenen Ausgabe. Die ausgewählten Stücke spannen den Bogen von jahrhundertealten Traditionen bis hin zu Musik, die von aktuellem, politischem Protest getrieben ist. „Die zweite CD entfaltet mit 23 Titeln ein vielschichtiges Panorama internationaler Roots-, Folk- und Weltmusik“, erläutert das Festivalteam. Dabei sind unter anderem Somos Guerreras, drei tonangebende Rapperinnen aus Lateinamerika, oder Soweto Soul mit Musik der südafrikanischen Townships. Der australische Spooky Men’s Chorale steuert närrischen Tiefsinn und ausgereifte A-cappella-Harmonie bei. Die DVD präsentiert Hamid Motebassems Orchesterwerk „Pardis“. Der iranische Komponist und sein Ensemble brachten es zusammen mit den Symphonikern Saalfeld-Rudolstadt auf die Bühne.

Ticketpreise

  • Dauerticket für alle vier Tage: 96 Euro
  • Die Kombikarte inklusive Übernachtung auf Zeltplatz: ab 120 Euro
  • Kinder und Jugendliche von 7 bis 16 Jahren zahlen nur die Hälfte.
  • Wer im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt wohnt, bekommt das Dauerticket 50 Prozent günstiger.
  • Innenstadtkarte: 8 Euro
  • Das gesamte Kartensortiment außer Innenstadtkarten sowie der Sampler können im Online-Shop bestellt werden: www.rudolstadt-festival.de
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