Science City: Jenas Julius Wolf entscheidet Bruder-Duell für sich

Jena.  Die Basketballer von der Saale besiegen die Tigers Tübingen mit 86:78.

Science City Jena vs Tigers Tübingen v.li. die Brüder Enosch Wolf (Tübingen) und Julius Wolf (Jena) nach dem Spiel.

Science City Jena vs Tigers Tübingen v.li. die Brüder Enosch Wolf (Tübingen) und Julius Wolf (Jena) nach dem Spiel.

Foto: Christoph Worsch

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Jena hat am Samstagabend sein Heimspiel gegen die Tigers Tübingen mit 86:78 gewonnen. Für die Thüringer war es der zehnte Sieg im zwölften Spiel, womit man die Playoffs weiter fest im Blick hat.

Die Begegnung begann mit einer Gedenkminute für Birgit Menz. Die ehemalige Nationalspielerin, Ehefrau von Jenas Trainer Frank, war am Freitag nach schwerer Krankheit mit nur 52 Jahren verstorben. Um sie trauert die gesamte Jenaer Basketball-Familie. Der Verein sprach Frank Menz, der von Co-Trainer Steven Clauss vertreten wurde, und seiner Familie sein tiefes Mitgefühl und jede Unterstützung in dieser schweren Zeit aus.

Im Spiel gab es vor 2015 Zuschauern das seltene Kuriosum, dass sich zwei Brüder als Gegner auf dem Parkett gegenüber standen: der für Jena spielende Julius Wolf und sein drei Jahre älterer Bruder Enosch, Center der Tübinger. Im Spiel trafen sie erst im dritten Viertel direkt aufeinander, weil Julius im ersten Viertel genau in dem Moment ins Spiel kam, als Enosch, der früh zwei Fouls kassierte, ausgewechselt wurde.

Tübinger blieben stets gefährlich

Das erste Viertel jedenfalls entschieden die Gastgeber für sich, führten nach zehn Minuten mit 20:14. Obwohl es Jena im zweiten Viertel lange gelang, einen Vorsprung von zehn Punkten zu konservieren, zogen die Gäste kurz vor der Pause noch einmal an. Die Saalestädter retteten schließlich ein 40:37 in die Kabine.

Beim 62:54 hatten sich die Hausherren nach kurzer Zeit aber wieder einen passablen Vorsprung erarbeitet, wobei die Tübinger stets gefährlich blieben. Bitter im letzten Viertel für Enosch Wolf, wegen seines fünften Fouls musste er die abschließenden knapp sechseinhalb Minuten zuschauen. Seine Tübinger kamen aber ran, lagen beim 68:67 nur noch einen Punkt zurück, weshalb Clauss die Auszeit nahm.

Es blieb eng, beim 71:71 hatten die Gäste erstmals seit dem ersten Viertel den Spielstand wieder egalisiert. Doch Jenas Mannschafts-Kapitän Dennis Nawrocki sorgte wenig später mit fünf Punkten in Folge auf 78:72 aber schon für die Vorentscheidung.

Am Ende hieß es 86:78. Kleiner Trost für Enosch Wolf: Mit elf Punkten erzielte er drei mehr als Bruder Julius.

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