Aufnahme der Regionalliga Nordost wackelt: Videokonferenz angesetzt

Berlin.  Am Freitag tagen die Vereine der Fußball-Regionalliga Nordost erneut. Es gibt eine klare Tendenz.

Der Abriss in der Nordkurve des Ernst-Abbe-Sportfeldes schreitet voran.

Der Abriss in der Nordkurve des Ernst-Abbe-Sportfeldes schreitet voran.

Foto: Tino Zippel

Der Nordostdeutsche Fußballverband hat für Freitagabend alle Vereine der Regionalliga zu einer erneuten Videokonferenz geladen. Zuvor tagt das NOFV-Präsidium, um das weitere Vorgehen in Sachen Spielbetrieb zu besprechen. Hinter dem vom Verband erhofften Wunschtermin, schon in einer Woche die ersten Spiele anzusetzen, steht ein großes Fragezeichen. Der FC Carl Zeiss Jena hofft auf schnelle Planungssicherheit.

Berlin will strengere Corona-Verordnung erlassen

Nach Informationen aus Verbandskreisen hat Berlin bereits abgewunken, den Spiel­betrieb in der vierten Liga zu genehmigen. Der Senat plant sogar schärfere Regeln, als mit den anderen Bundesländern abgesprochen. Demnach sollen die strengen Kontaktbeschränkungen in Berlin auch Weihnachten gelten.

Ohne die Freigabe aus Berlin ist eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes zum 4. Dezember nicht möglich. Falls es tatsächlich so kommt, will der NOFV die Vereine auf einen zeitigen Start im Januar einschwören. Der Verband zeigt sich optimistisch, die Saison mit vielen Mittwochspieltagen noch regulär zu Ende zu bringen. Für die Vereine in der Liga stehen noch bis zu 28 Punktspiele aus.

FC Carl Zeiss Jena skeptisch in Sachen Wiederaufnahme

Bereits am Dienstag hatten der Geschäftsführer des FC Carl Zeiss Jena, Chris Förster, schnelle Planungssicherheit gefordert. Angesichts der Entwicklung der Infektionszahlen hält er es für unrealistisch, dass in diesem Kalenderjahr noch Spielbetrieb möglich ist.

Anfang November waren der Verband und die Vereine noch optimistisch, bereits zum 25. November wieder in den Spielbetrieb einzusteigen. In Thüringen, Sachsen und Brandenburg wären Spiele in der vierten Liga aufgrund deren Corona-Verordnungen auch möglich. Berlin und Sachsen-Anhalt erteilten aber keine Freigabe. Mehrere Vereine um Lok Leipzig und den Berliner AK hatten bereits gefordert, in die Winterpause einzutreten. Der Spielausschuss verständigte sich dennoch in der vergangenen Woche auf einen Neustart am 4. Dezember.