Bagger rollen im November im Ernst-Abbe-Sportfeld Jena an

Jena.  Der Abriss im Jenaer Stadion steht bevor. Vor dem Start gab es jedoch eine Jagd auf die Kaninchen, die in der Nordkurve wohnen.

Blick auf Nordkurve im Ernst-Abbe-Sportfeld.

Blick auf Nordkurve im Ernst-Abbe-Sportfeld.

Foto: Tino Zippel

Die Corona-bedingte Sperrung des Ernst-Abbe-Sportfeldes in Jena wird den Baustart fürs neue Stadion nicht verzögern. Noch im November rollen die Bagger an, sagt Andreas Kuhn, Geschäftsführer der EAS Betriebsgesellschaft, und nennt zugleich weitere Planungs­details. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog

Baumaterial soll wiederverwendet werden

Der genaue Termin für den Abriss in der Nordkurve steht noch nicht fest. Derzeit arbeitet der Geschäftsführer an der Vergabe des Auftrages. Er rechnet mit einer Bauzeit von drei Wochen. „Wir wollen das Baumaterial teilweise wiederverwenden“, erläutert Kuhn. Die Ergebnisse entsprechender Prüfungen des Untergrundes auf Schadstoffe erwartet er in diesen Tagen.

Unter anderem sollen die rund um das Marathontor verbauten Sandsteine aufgehoben werden. „Wir haben Ideen, an welchen Stellen im Neubau wir sie verwenden können“, sagt Kuhn, der auch das Metall der heutigen Zäune im Bau nutzen will.

Jagd auf Kaninchen

Ein Teil der Nordkurve im Stadion war seit Jahren gesperrt, weil Kaninchen den Block unterhöhlt hatten und Einsturzgefahr bestand. Die Betriebsgesellschaft hatte kürzlich einen Falkner zu Gast, dessen Raubvogel die Hasen gejagt hat.

Parallel zur Vorbereitung auf den Rückbau kommen die Planungsarbeiten gut voran. „Die Erstellung des Bauantrages liegt in den letzten Zügen“, sagt Kuhn. Zwei Gesprächsrunden zum einen mit den Nutzern und zum anderen mit dem Bauherren Stadt Jena müssen noch stattfinden. „Die Baugenehmigungsunterlagen werden im November der Stadt übergeben“, sagt der Geschäftsführer. Der angepeilte Baubeginn für die neue Nordtribüne mit 4474 Stehplätzen ist der 1. April 2021.

Fußballarena mit 15.408 Plätzen geplant

Das neue Ernst-Abbe-Sportfeld soll bis Mitte 2023 fertiggestellt sein. Die Umbaukosten für das Stadion, das 15.408 Plätze für Fußballfans bieten wird, betragen inklusive des Trainingsgeländes 40 Millionen Euro. Für den Hauptnutzer FC Carl Zeiss Jena, derzeit in der Fußball-Regionalliga, verbessern sich die Bedingungen deutlich. Auch das Nachwuchsleistungszentrum profitiert und bekommt ein Trainingszentrum in den Katakomben der heutigen Haupttribüne.

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