TV 1887 Germania Hermsdorf vor Abschiedsspiel in der Oberliga

Hermsdorf  Basketball, Oberliga: Die Herren aus Hermsdorf reisten zu Fünft zum Tabellenzweiten Weimar. Am Sonntag geht es in eigener Halle gegen BC Erfurt III um den vorletzten Tabellenplatz.

Hermsdorfs Sebastian Hellfritzsch (links) blockt den Versuch eines gegnerischen Zuspiels. Foto: Jens Henning

Hermsdorfs Sebastian Hellfritzsch (links) blockt den Versuch eines gegnerischen Zuspiels. Foto: Jens Henning

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Es sieht aus, als ob das Heimspiel der Basketballer des TV 1887 Germania Hermsdorf am Sonntag ab 17 Uhr gegen den Basketball Club Erfurt III das vorerst letzte sein wird in der Oberliga.

Noch könnte der TVG die sportliche Qualität schaffen für eine weitere Saison im Thüringer Basketball-Oberhaus. Doch mannschaftsintern spricht einiges für eine Abschiedsvorstellung.

Hermsdorfs Trainer Sebastian Feller wollte sich vor dem alles entscheidenden Duell um den Klassenerhalt am vorletzten Spieltag der Oberliga nicht konkret zur Zukunft der Mannschaft äußern. Seine Aussagen hörten sich wenig vielversprechend an. Er sagte: „Das wäre jetzt einfach zu früh, zumal noch zwei Spiele zu spielen sind. Wir werden uns nach der Saison mit der Mannschaft zusammen setzen und reden. Mehr gibt es im Moment auch nicht zu sagen.“

Das vergangene Wochenende brachte möglicherweise das Fass zum Überlaufen. Nach einer sowieso schon sehr unruhigen, bisweilen chaotischen Saison bei den TVG-Männern hatte Sebastian Feller zum Auswärtsspiel bei der SG Basketball HSV-KSSV Weimar (52:84) nur fünf Spieler dabei, eigentlich waren es nur vier mit Sebastian Dobras, Sebastian Hellfritzsch, Bob Prast und German Stark. Der fünfte Spieler war der Trainer. Er musste 40 Minuten durchspielen.

Dieser Personalengpass war drei Tage vorher im Abschlusstraining nicht erkennbar. Da hatte Feller das Gefühl, mit einer starken Mannschaft zum Oberliga-Tabellenzweiten zu fahren. Die Chance, in Weimar zu punkten, schien zwar gering, aber Feller wirkte sehr zuversichtlich. Der Sonntag dürfte für Feller der absolute Stimmungskiller gewesen sein.

Dass einige seiner Spieler wohl gedanklich die Mannschaft verlassen haben oder sich ab Sommer anderswie sportlich orientieren werden, darauf ließ eine andere Aussage hindeuten. Laut Feller waren einige seiner Akteure am Sonnabend, also einen Tag vorm Punktspiel in Weimar, bei einem Freundschaftsturnier in Eisenberg aktiv, obwohl die Hermsdorfer mitten im Abstiegskampf steckten.

Für das letzte Saison-Heimspiel gegen den BC Erfurt III wollte Feller keine Prognosen abgeben, auch nicht zum Spielerkader. „Ich hoffe schon, dass wir besser aufgestellt sind als in Weimar.“

Wohin geht aber nun die Reise im Hermsdorfer Männer-Basketball?

Die Hoffnungen waren groß im Sommer 2015. Als Tabellendritter der Mini-Landesliga mit sechs Mannschaften und zehn Punktspielen bekam der TVG den Oberliga-Startplatz durch das Hintertürchen angeboten, weil BiG Gotha IV als Staffelzweiter hinter dem Alternburger BC 1996 verzichtete.

Die wichtigste Aussage damals war: „Wir wollen spielen. Wir wollen nicht zwischen den Partien, wie in der Landesliga, drei, vier oder fünf Wochen Pause haben.“ In der Oberliga mit zehn Mannschaften und damit 18 Punktspielen schien das möglich. Ein knappes Jahr später herrscht ein Stück weit Resignation. Das Weimar-Spiel war nicht das erste Pflichtspiel in dieser Spielzeit, wo den Hermsdorfern nur ein schmalbrüstiger Kader am Spieltag zur Verfügung stand.

Alle diese Punkte deuten auf einen Neuanfang hin, wahrscheinlich ab Herbst wieder eine Spielklasse tiefer in der Männer-Landesliga und wohl mit einem völlig veränderten Team. Das Gros könnte aus Spielern der jetzigen U 16-Landesligamannschaft bestehen, die auch von Feller trainiert wird.

StatistikHSV-KSSV Weimar – Hermsdorf 84:52 Hermsdorf: Dobras (7), Feller (2), Hellfritzsch (24), Prast (9), Stark (10).(Viertels: 28:9, 19:15, 26:19, 21:9)

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