Corona-Fragezeichen auch bei den Wernburger Keglern

Wernburg.  Am Samstag erwartet der SV Wernburg das Tabellenschlusslicht aus Kaiserslautern – Protest gegen die Wertung vom Spiel in Berlin läuft.

Manuel Hopfe ist Mannschaftsführer beim SV Wernburg. (Archivfoto)

Manuel Hopfe ist Mannschaftsführer beim SV Wernburg. (Archivfoto)

Foto: Alexander Hebenstreit

Etwas „einkegeln“ gegen den haushohen Favoriten aus Staffelstein – das war die Devise von SV Wernburgs Spielertrainer Manuel Hopfe, bevor es in den Duellen mit den Mitaufsteigern ums Eingemachte geht hinsichtlich Klassenerhalt in der Kegel-Bundesliga.

Mit 1:7 Punkten bei 3736:3887 Holz unterlagen die Wernburger dem SKC Staffelstein – und spielten dabei das zweitbeste Heimergebnis der Vereinsgeschichte. „Ich bin sehr zufrieden. Wir haben zwei Durchgänge lang eine der besten Mannschaften der Welt ein wenig ins Schwitzen gebracht“, so Hopfe, der an Nummer vier gesetzt auf 600 Holz kam.

Besonders stark agierte einmal mehr Alexander Conrad, der mit 668 Holz den Ehrenpunkt für Wernburg holte. Auch Simon Axthelm (647) und Raven Michel (652) erzielten Topresultate gegen den Tabellenführer.

Tabellenvorletzter gegen Tabellenletzten

Diese Niederlage der qualitativ hochwertigen Sorte sollte den Spielern Selbstvertrauen geben für das Heimduell am kommenden Samstag, 12 Uhr, gegen Tabellenschlusslicht TSG Kaiserslautern.

Doch aktuell ist gar nicht sicher, ob die Partie aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen stattfinden kann. „Viele Teams im Kegelsport haben sich intern auf Verlegungen geeinigt. Auch wenn wir im Saale-Orla-Kreis momentan kein Risikogebiet sind, richten wir uns gedanklich auf eine Saisonunterbrechung seitens des Dachverbandes ein“, so Manuel Hopfe.

Benachteiligungen in Berlin

Im Deutscher Classic Keglerbund beobachte man die Entwicklung hinsichtlich des Virus mit Sorge, eine Corona-Taskforce wurde eingerichtet. Die Absage des kommenden Spieltages sei zu 90 Prozent ausgeschlossen, doch können sich die Vereine untereinander einigen, falls das Risiko für die Spieler zu hoch erscheint.

„Wir werden Donnerstag trainieren, bis auf Christian Zeh sind alle Mann an Bord. Aber wenn Kaiserslautern rechtzeitig anfragt, würden wir uns auch irgendwie einigen können. Wir wollen die sportliche Lösung.“

So gar nicht sportlich ging es beim letzten Auswärtsspiel in Berlin zu, derzeit läuft ein Protest der Orlataler gegen die Spielwertung. Gründe des Anstoßes sind eine Reihe von fragwürdigen Schiedsrichter-Entscheidungen, allesamt gegen die Wernburger.

„Offizielle Dokumente wurden fehlerhaft ausgefüllt und während des Spiels kam es zu mehreren Benachteiligungen gegen uns“, sagt der Trainer. Wird dem Protest stattgegeben, ändert sich der Spielausgang von 2:6 in ein 5:3 für den SV.