Eispiraten vor Bad Tölz gewarnt

Crimmitschau.  Eishockey, DEL2: Trainer Mario Richer spricht von Herausforderung. Sonntagsspiel in Kaufbeuren wegen Coronafällen verlegt

Auch wenn vor leeren Rängen gespielt werden muss – die Eispiraten Crimmitschau erhalten Unterstützung von den Fans.

Auch wenn vor leeren Rängen gespielt werden muss – die Eispiraten Crimmitschau erhalten Unterstützung von den Fans.

Foto: Mario Jahn

Nun hat Corona auch die 2. Deutsche Eishockeyliga erreicht. Das Sonntagsspiel der Eispiraten in Kaufbeuren ist abgesagt und auf den 15. Dezember verlegt worden. Die Allgäuer haben mehrere positive Corona-Fälle im Team und befinden sich in Quarantäne.

Umso stärker richtet sich der Fokus auf die heutige Freitagspartie – wen auch wieder vor leeren Rängen – 20 Uhr im Sahnpark gegen die Tölzer Löwen. Auf die Frage, ob die Eispiraten für das Spiel gegen die Tölzer Löwen nun mehr Energie haben, antwortete Cheftrainer Mario Richer trocken: „Wir haben immer Energie. Wir machen viel Training, arbeiten auch neben dem Eis hart und sind absolut in Form. Wir können über jedes Spiel sechzig Minuten Vollgas geben. – Sie haben ein gutes Team, welches sich aus einem erfahrenen Trainer, einem guten System und starken Importspielern zusammensetzt. Es wird eine Herausforderung für uns“, sagt Richer.

Für den kanadischen Eishockeylehrer gibt es hingegen keine Essenz, wie man seine Gegner in der DEL2 schlägt: „Wir können jeden Gegner schlagen. Jeder kann jeden schlagen. Aber wir müssen bereit sein, viel zu investieren, hart zu arbeiten und zu kämpfen. Das ist das Wichtigste im Eishockey.“

Ein Zähler Abstand

Drei Spiele haben die Tölzer Löwen bislang absolviert, in welchen die Bayern vier Punkte einfahren konnten. Das Team von Cheftrainer Kevin Gaudet steht somit auf Tabellenplatz elf, allerdings mit nur einem Punkt Unterschied zum fünften Platz – wo sich aktuell die Eispiraten mit fünf Zählern aufhalten. Zum Fixpunkt im Team der Bayern avancierte in den ersten Saisonspielen gleich wieder Lubor Dibelka, welcher neben zwei eigenen Treffern vier weitere auflegte und mit sechs Punkten aktuell auch bester Scorer seines Teams ist.

Bester Torschütze ist hingegen der Kanadier Max French, welcher schon in der vergangenen Saison zu den Tölzer Topspielern gehörte. Auffällig im Spiel der Schwarz-Gelben ist im Übrigen die schlechte Powerplay-Quote von 13,3 Prozent (Liga: 23,8).

Im Kampf um die nächsten Punkte kann sein Gegenüber Mario Richer jedoch wieder auf Patrick Pohl bauen. Vincent Schlenker, Fixpunkt und Kapitän der Westsachsen, droht mit einer Unterkörperverletzung allerdings auszufallen. Sein Ausfall dürfte so schwer wiegen, wie der von Lukáš Vantuch, der weiterhin auf einen positiven Bescheid bezüglich seines deutschen Passes wartet.