FC Carl Zeiss Jena: Liebe auf den zweiten Blick

Jena.  Warum Fabian Eisele im zweiten Anlauf beim FC Carl Zeiss Jena landet.

Der FC Carl Zeiss Jena verpflichtet Fabian Eisele - hier mit Sportdirektor Tobias Werner (rechts)

Der FC Carl Zeiss Jena verpflichtet Fabian Eisele - hier mit Sportdirektor Tobias Werner (rechts)

Foto: Tino Zippel

Beim FC Carl Zeiss Jena ist es bis zum Montagabend bei einem Transfer geblieben. Stürmer Fabian Eisele wechselt in die Regionalliga Nordost. Die angepeilte Verpflichtung eines Verteidigers hat sich hingegen auf der Zielgeraden zerschlagen.

Darum blieb Eisele nach dem Aufstieg nicht in Saarbrücken

Am letzten Wechseltag für gebundene Spieler hat der Transfer von Eisele geklappt. Schon im Sommer wollten die Jenaer den Angreifer vom 1. FC Saarbrücken nach Jena locken, wie Sportdirektor Tobias Werner berichtet. Eisele hatte in der Aufstiegssaison in 22 Punktspielen sechsmal getroffen und acht Tore vorbereitet. Er absolvierte alle Spiele, kam auch im Halbfinale des DFB-Pokals gegen Bayer Leverkusen zum Einsatz. Durch die abgebrochene Saison erreichte er aber nicht die nötige Anzahl von Spielen, dass sich sein Vertrag automatisch verlängert.

Der frühere Jenaer Trainer Lukas Kwasniok entschied sich für die dritte Liga gegen Eisele, der sich daraufhin dem TSV Steinbach Haiger anschloss. „Die Gespräche mit Steinbach waren schon weit fortgeschritten, als Jena damals Interesse angemeldet hatte“, sagt Eisele. Doch schnell merkte er, dass es beim Spitzenteam der Regionalliga Südwest nicht wie erhofft passte. Der Wettbewerb im Sturm war sehr groß. Drei Kurzeinsätze und ein Tor später bat er um eine Auflösung seines Vertrages, die am vergangenen Freitag vollzogen wurde. Derweil hatte Tobias Werner signalisiert, dass Jena noch immer interessiert an seinen Diensten ist.

Das spricht für die Verpflichtung von Fabian Eisele

„Ich habe natürlich meine Stuttgarter Kontakte bemüht, um mich über Fabian zu erkundigen“, berichtet Werner. Den guten Abschluss im Strafraum und das Kopfballspiel nennt er als Eiseles Stärken, die er auch in Jena hofft zu sehen.

„Für mich geht es darum, mit Toren beizutragen, dass die Mannschaft erfolgreich ist“, sagt der 25-jährige Zugang, der schon am Montag mit der Mannschaft trainierte. Er hofft auf eine schnelle Integration ins Team. René Lange kennt er sehr gut von der gemeinsamen Zeit beim FSV Zwickau, Thomas Steinherr von dessen Station beim FC Homburg.

So plant der FC Carl Zeiss für die Abwehr

Zunächst waren die Jenaer optimistisch, auch eine weitere Option für die Abwehr zu finden. Bis zum späten Montagnachmittag arbeitete der Sportdirektor an einer Verstärkung für die Defensive. Ein Spieler aus der dritten Liga stand auf dem Wunschzettel von Trainer Dirk Kunert. Doch nach vielen Telefonaten war klar: Der Wechsel kommt nicht zustande, zumal der abgebende Verein auch nicht seine Wunschlösung für die Position erhalten hat.

Die Jenaer setzen damit voll darauf, dass Marius Grösch und Dennis Slamar fit bleiben. Falls sich in den kommenden Wochen Bedarf an einer zusätzlichen Option zeigt, bleibt noch die Möglichkeit, vereinslose Spieler zu verpflichten. Mehr Fußballer als in den Jahren zuvor haben noch keinen neuen Klub gefunden, darunter auch in den vergangenen Jahren als Stammspieler gesetzte Akteure von Drittligisten.

Ein Fitnessrad für Spieler in Quarantäne

Unterdessen holte Mannschaftsleiter Uwe Dern einen antiquierten Fahrradheimtrainer aus dem Lager, um Dominik Bock zu überraschen. Der 25-jährige Spieler des FC Carl Zeiss ist Kontaktperson eines Corona-Falls und deshalb trotz eines negativen Corona-Tests die nächsten Tage in Quarantäne. Das Fitnessrad soll ihm helfen, trotz des Hausarrests an seiner Kondition zu arbeiten. Für die Mannschaft gibt es keine Einschränkungen.

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