Ex-Bundesliga-Star Sulu lobt Interimstrainer des FC Carl Zeiss Jena

Jena.  Aytac Sulu und das Erfolgsrezept für den Drittligisten im Abstiegskampf: Ein Gespräch mit dem 34-Jährigen vorm Spiel in seiner Heimat.

Aytac Sulu (rechts) und Tim Kircher nach dem Spiel.

Aytac Sulu (rechts) und Tim Kircher nach dem Spiel.

Foto: Tino Zippel

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Ex-Bundesliga-Profi Aytac Sulu hat gegen den FSV Zwickau sein erstes Spiel über 90 Minuten absolviert. Am Sonntag gastiert er mit dem FC Carl Zeiss Jena in seiner Heimat. Wir haben mit ihm gesprochen, was er sich gegen Waldhof Mannheim ausrechnet.

Ihre Familie lebt nahe Sandhausen, also nicht weit von Mannheim entfernt. Was ist gegen Waldhof Mannheim drin?

Die Qualität von Waldhof Mannheim müssen wir anerkennen. Sie haben starke Spieler und werden am Ende der Saison weiter oben stehen. Als Underdog kannst du in Mannheim nur gewinnen, und das werden wir versuchen.

Was ist dafür notwendig?

Eine Leistung wie gegen Zwickau, bei der Zweikämpfe im Vordergrund stehen.

Und ein präzises Kopfballspiel wie bei Ihrem Tor gegen Zwickau?

In alter Stürmermanier. (lacht) Ich habe Glück gehabt, dass der Ball direkt vor meinen Kopf kommt. Ich habe bewusst gegen die Laufrichtung des Torwarts geköpft. Wichtiger als mein Tor sind die drei Punkte für die Mannschaft und die Moral.

Was hatte Trainer René Klingbeil mit auf den Weg gegeben?

Dass wir an uns glauben und den Kampf annehmen müssen. Bei seiner Art und Weise, wie er die Spieler anfasst, spürt man, dass er vor nicht allzu langer Zeit selbst noch Spieler war. Er hat uns sehr gut eingestellt, unsere Stärken betont und Schwächen des Gegners angesprochen.

Wie schätzen Sie das Spiel ein?

Wir haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert, über 90 Minuten guten Fußball gezeigt und anders als in der Vergangenheit die Zweikämpfe angenommen. Wir wussten, dass der Gegner mit langen Bällen agiert, haben sehr gut verteidigt. Zwickau hat leider unsere Standardschwäche genutzt, um in Führung zu gehen. Zum Glück konnten wir die Partie noch drehen. Wichtiger als mein Tor sind die drei Punkte für die Mannschaft.

Gibt der Sieg einen Ruck im Abstiegskampf?

Definitiv. Es ist alles noch drin, es liegt alles in unserer Hand. Wenn wir so kämpfen und mit 100 Prozent in die Spiele gehen, werden wir noch viele Punkte holen. Wir müssen verstehen, dass die dritte Liga zunächst über den Kampf geht und dann über das fußballerische. Wenn wir zuerst kämpfen und dann Fußball spielen, werden wir punkten. Das macht Hoffnung, dass am letzten Spieltag noch etwas möglich ist.

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