Strukturelle Änderungen sind beim FC Carl Zeiss Jena in Planung

Jena.  Im Interview spricht Chris Förster über die Ernennung von René Klingbeil zum Teamchef des FC Carl Zeiss Jena und äußert sich zu weiteren bevorstehenden Personalien.

Geschäftsführer Chris Förster (l.) und Präsident Klaus Berka.

Geschäftsführer Chris Förster (l.) und Präsident Klaus Berka.

Foto: Tino Zippel

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Geschäftsführer Chris Förster hat am Sonnabend bekannt gegeben, dass René Klingbeil weiter im Amt bleiben und in den verbleibenden Spielen die erste Mannschaft als Teamchef betreuen soll. Warum die Entscheidung für René Klingbeil gefallen ist und welche weitere Personaländerungen es beim FC Carl Zeiss geben wird, haben wir ihn im Interview gefragt.

Wie bewerten Sie das Spiel gegen den SV Meppen?

Wir hatten uns eine bessere Leistung erhofft. Mit dem Ergebnis sind die Chancen auf den Klassenerhalt auf ein Minimum gesunken. Wir befinden uns in einer ähnlichen Situation wie voriges Jahr nach dem Spiel gegen den VfR Aalen. Ein Wunder 2.0 wäre nötig, leider sind Wunder nicht so einfach wiederholbar. Bis rechnerisch nichts mehr geht, müssen wir natürlich alles versuchen, Tabellenplätze gut zu machen.

René Klingbeil soll bis zum Ende der Saison Trainer bleiben. Was sprach für diese Variante?

Klinge ist der richtige Mann zur richtigen Zeit, der einen guten Draht zur Mannschaft findet und sich in der Aufgabe persönlich entwickeln kann. Die Leistungen des Teams waren mit Ausnahme der Partie gegen den SV Meppen sehr gut.

René Klingbeil fehlt die Fußballlehrer-Lizenz. Wie soll das Modell funktionieren?

Wir sind in Gesprächen und werden die Lösung Mitte der Woche bekanntgeben.

Wird es eine interne Lösung?

Es wird keine Überraschung geben. Wir möchten die Saison mit René Klingbeil als Teamchef zu Ende spielen - an seiner derzeitigen Rolle wird sich nichts ändern. Wir wollen rechtzeitig entscheiden, wer Cheftrainer in der neuen Saison wird. Schließlich wird der Abstieg in die Regionalliga immer wahrscheinlicher. Ein kleiner Vorteil ist, dass wir zeitig Planungssicherheit haben. Den müssen wir nutzen. Unabhängig davon wollen wir uns im sportlichen Bereich so aufstellen, dass es einen sportlichen Leiter oder einen Kaderplaner gibt.

Haben Sie das nach dieser Saison als Schwachstelle beim FC Carl Zeiss identifiziert?

Es ist sinnvoll, neben dem Trainer eine Person zu haben, die sich dauerhaft mit der Kaderzusammenstellung beschäftigen kann. Sie hat auch während der Saison mehr Zeit, sich intensiv mit Spielern zu beschäftigen und andere Spiele, auch in anderen Ligen, zu beobachten. Wir sind in allen Bereichen sehr schmal aufgestellt, da ist diese Aufgabe nicht für den Trainer allein zu leisten. Wichtig ist, dass bei Verpflichtungen Einigkeit zwischen Trainer und Planer besteht.

Gibt es schon Kandidaten für die neue Funktion?

Wir führen diese Woche erste Gespräch und hoffen auf eine Entscheidung bis Ende März.

Das könnte Sie auch interessieren:

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren