Bad Blankenburger Handballer mit langen Gesichtern beim Landespokalfinale

Bad Blankenburg  Blankenburger Handballer verlieren Landespokalfinale in heimischer Halle gegen die HSG Werratal mit 26:28 (13:14)

Während im Hintergrund die Spieler der HSG Werratal den doch etwas überraschenden Pokalsieg feiern, sieht man Ivo Havel und Juraj Petko (rechts) deutlich die Enttäuschung an.

Während im Hintergrund die Spieler der HSG Werratal den doch etwas überraschenden Pokalsieg feiern, sieht man Ivo Havel und Juraj Petko (rechts) deutlich die Enttäuschung an.

Foto: Peter Scholz

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Wir haben es verkackt.“ Auf diese kurze Formel brachte am Mittwochabend HSV-Trainer Igor Ardan die 26:28 (13:14)-Niederlage im Thüringer Pokalfinale gegen die HSG Werratal. Statt des Jubels über das Double und der Qualifikation für den Deutschen Amateurpokal in der nächsten Saison gab es so am Feiertag nur lange Gesichter beim Gastgeber. „Wir können uns nun in der nächsten Spielzeit auf die wichtigen und schweren Spiele konzentrieren, haben ein paar Spiele weniger“, so der Coach mit Ironie in der Stimme.

Vor mehr als 300 Zuschauern, darunter auch viele Werrataler, entwickelte sich von Beginn an ein intensives Spiel, bei dem die Gastgeber früh auf eine eigentlich komfortable Führung blicken konnten: Beim 7:4 (13.) schien der HSV seiner leichten Favoritenrolle gerecht zu werden. Doch die Gäste waren schnell wieder auf Augenhöhe (7:7; 18.). „Vier Fehler hintereinander wie nach unserer Führung am Anfang sind einfach zu viel“, moniert Ardan. Und bereits da war zu sehen, dass die Gastgeber in diesem Spiel vor allem eins machten: Zu viele technische Fehler. Mehr als ein Dutzend sollen es letztlich bis zur 60. Minute werden. „Wir haben unsere Fehler außerdem zu sehr ungünstigen Zeitpunkten gemacht: Unser Torhüter hält und wir schmeißen den Ball dann gleich wieder weg. Da gibst du dem Gegner gleich eine zweite Chance. Wenn wir 14 technische Fehler machen, hat Werratal 14 zusätzliche Angriffe“, rechnet der Trainer vor.

„Die Fehler, die wir heute gemacht haben, haben wir sonst in zwei oder drei Spielen zusammen nicht gemacht“, sagt Keeper Tobias Jahn. Zudem spürte man nicht nur auf den Rängen: „Werratal wollte vielleicht irgendwie mehr“, schätzt so auch Rückraumspieler Juraj Petko ein, der auch sagt: „Wir haben vielleicht heute auch einfach zu wenig Emotionen gezeigt.“ Dabei wussten die Gastgeber, was auf sie zukommt. Immerhin brachten die Werrataler den Blankenburgern in den Punktspielen die bislang einzige Niederlage bei. Und so provozierten sie mit einer offensiven Deckung regelrecht die HSV-Fehler: „Wir haben da über 60 Minuten kaum ein Gegenmittel gefunden“, sagt Marcel Werner. Man sei zwar immer wieder ran gekommen, „aber wir waren dann nicht clever genug“, so der spielende Co-Trainer weiter.

„Der Gegner hat es einfach besser gemacht als wir. Und wenn der Gegner cleverer war, müssen wir noch cleverer sein. Heute ist Tag der Arbeit und wir haben einfach heute unsere Arbeit schlecht gemacht“, ergänzt Trainer Igor Ardan, der jetzt hofft, dass schnell eine Entscheidung über das Stattfinden der möglichen Relegationsspiele um den Aufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga fällt. Erst wenn da Klarheit herrscht und diese im besten Falle für alle drei beteiligten Landesverbände ausfällt, dürfte die Anspannung und auch der Frust nach der verlorene Mittwoch-Partie bei den Blankenburgern verfliegen.

Am Mittwochabend blieb für die Gastgeber nur die Gratulation an den Sieger: „Feiert schön“, sagte nach der Pokalübergabe Marcel Werner in Richtung Final-Kontrahenten. Die hatten sich das Feiern an diesem Abend auch verdient.

HSV Bad Blankenburg: Jahn, Rein - Havel (2), Zeman (5), Hanl, Musil (3), Erb, Petko (2), Köthe, Miler (5), A. Aerner (4), Geci (1), Ebert, M. Werner (4/1)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.