HBV Jena: „Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben“

Jena.  Der HBV Jena 90 unterliegt in der Mitteldeutschen Oberliga in Oebisfelde mit 27:28

Sebastian Triller war mit neun Toren der erfolgreichste Protagonist in den Reihen des  HBV Jena 90.

Sebastian Triller war mit neun Toren der erfolgreichste Protagonist in den Reihen des HBV Jena 90.

Foto: Juergen Scheere/OTZ

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Schade. Auf dieses kurze Wort griff Sergio Casanova zurück, als er am Sonntag die Partie des HBV Jena rekapitulierte. Sein Team hatte verloren, unterlag am Sonnabend in Sachsen-Anhalt gegen Oebisfelde denkbar knapp mit 27:28. Es sei einfach nur ärgerlich, zumal sein Team auch noch den letzten Wurf hatte. Doch der Abschluss von Hendrik Hanemann war nicht von Erfolg gekrönt, warf er doch in allerhöchster zeitlicher Not aus gut zwölf Metern Entfernung auf das Tor – und so stand die „Gang von der Saale“ nach dem Abpfiff erneut mit leeren Händen da.

Im ersten und auch im zweiten Akt der Begegnung in der Mitteldeutschen Oberliga hatten die Gäste temporär die Führung inne, führten im ersten Durchgang zeitweilig mit zwei Toren (8:6/16.). Dergleichen gelang ihnen auch im zweiten (24:22/47.), doch es handelte sich letztlich nur um Momentaufnahmen. Zum einen seien Details dafür verantwortlich gewesen, dass die Jenaer die Führung wieder aus der Hand geben mussten, sagte Casanova, der auf diverse Fehlpässe und Abspielfehler verweist. Zum anderen jedoch ein großes Defizit: „Unser Hauptproblem in der ersten Halbzeit bestand jedoch darin, dass unsere Deckungsarbeit nicht aufging“, hält der Trainer und Manager kritisch fest. 16 Gegentore während der ersten 30 Minuten seien schlichtweg zu viele gewesen, dergleichen habe man nicht mehr kompensieren können, resümierte Casanova.

Oebisfeld wiederum, das den vorletzten Tabellenplatz der Liga innehat, habe stabil und auch konstant agiert – sehr zur Überraschung des HBV-Coaches. „Sie haben sich wenig Fehler geleistet, haben einfach gut gespielt.“ Nichtsdestotrotz, auch darauf verweist der Trainer, habe es sich bei dem Gastgeber um ein Team gehandelt, welches man hätte schlagen können, ja müssen. Keine Über-Mannschaft. „Doch am Ende haben wir uns eben ein oder zwei Fehler zu viel erlaubt.“ Außerdem verweist der Manager darauf, dass ein Schlüsselspieler wie Marcel Popa aufgrund von Krankheit nur 20 Minuten in das Geschehen habe eingreifen können, Nils Nasgowitz indes aufgrund von Trainingsrückstand auch noch keine Option gewesen sei. „Wir haben beizeiten gemerkt, dass uns die Alternativen gefehlt haben.“

Und jetzt? Immerhin gastiert am Sonnabend im Rahmen des Handball-Arena im Sportkomplex Lobeda-West kein Geringerer als der Tabellenführer der Mitteldeutschen Oberliga: HC Burgenland. „Man weiß es nicht. Manchmal wächst ein Team gegen einen solchen Gegner über sich hinaus. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Wir werden definitiv so trainieren, als würden wir das Spiel gewinnen“, gibt sich der Manager durch und durch energisch.

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