Kreisliga B: Chemie Triptis muss sich mit Remis gegen Remptendorf begnügen

Triptis.  Die Chemiker konnten den 1:0 Sieg in Ranis nicht vergolden und mussten sich nach einer 2:0 Pausen-Führung am Ende mit einem Remis zufrieden geben.

Der FC Chemie Triptis um Dirk Schindler (grün) kam über ein 2:2 Unentschieden gegen Remptendorf nicht hinaus, obwohl die Chemiker zur Pause bereits mit 2:0 führten.

Der FC Chemie Triptis um Dirk Schindler (grün) kam über ein 2:2 Unentschieden gegen Remptendorf nicht hinaus, obwohl die Chemiker zur Pause bereits mit 2:0 führten.

Foto: Uwe Friedel

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FC Chemie Triptis – FSV 1999 Remptendorf 2:2 (2:0)

Die Chemiker konnten den 1:0 Sieg in Ranis nicht vergolden und mussten sich nach einer 2:0 Pausen-Führung am Ende mit einem Remis zufrieden geben. So zog Andre Nestvogel, Co-Trainer der Triptiser folgendes Fazit: „Leider konnten wir nicht an die Leistung der Vorwoche anknüpfen. In der ersten Hälfte zeigten wir noch annähernd unser Leistungsvermögen. Im zweiten Durchgang ließen wir aber sämtliche Tugenden vermissen. Viele Standards blieben ungenutzt.“ Dagegen war natürlich Gäste-Trainer Kevin Killmann zufrieden mit dieser Punkteteilung: „Vor der Pause war ich mit der Leistung nicht zufrieden. Aber in der 2. Halbzeit hat die Moral und der Wille gepasst, haben wir gekämpft und gebissen. Unterm Strich ist das Ergebnis gerecht“, was auch die Triptiser so sahen. Beide Mannschaften hatten ihre guten Phase. Zu Beginn machten die Chemiker den stärkeren Eindruck, hatten durch Dumbuya von der Strafraumgrenze, Franz per Kopf nach einer Ecke und Julian Linke erste gute Ansätze. Nach einer Viertelstunde traute sich auch der FSV mehr nach vorn zu. Nach einem nicht gegebenen Abseitstor, prüften Lulic und Linke Keeper Flamm und Wetzel verzog knapp. Aber auch Torwart Wolf auf der anderen Seite zeigte sein Können, parierte nach einem Enev-Zuspiel den Schuss von Linke glänzend. In dieser Phase, Mitte der ersten Halbzeit, war der FC der Führung näher, doch Wahl nach einer Ecke verfehlte per Kopf und Enevs Distanzschuss wurde gerade noch abgefälscht. Da die Triptiser nicht selbst trafen, mussten es die Gäste verrichten, allerdings unfreiwillig. Nach einem Enev-Freistoß unterlief Wüstefeld beim Klärungsversuch ein unglückliches Eigentor (36.). Und auch beim 2:0, nur drei Minuten später, stellten sich die Gäste nicht clever an, brachten Patrick Linke im Strafraum zu Fall. Die Chance ließ sich Daniel Weiss nicht entgehen. Trainer Killmann muss die richtigen Worte in der Pause gefunden habe, richtete seine Elf noch einmal auf, „appellierte an den Kampfgeist“. Und seine Worte fanden Gehör, denn Wetzel staubte nach einer Linke-Flanke zum Anschluss ab (49.). Danach hatten zwar die Chemiker noch den ein oder anderen guten Ansatz durch Stöckel und Enev, aber auch die immer besser ins Spiel findenden Remptendorfer hatten ihre Möglichkeiten. Schließlich belohnte sich der FSV mit dem verdienten Ausgleich durch Dietzsch in der 83. Minute, der einen Querpass von Wetzel überlegt verwandelte. Danach sah der Triptiser Enev noch Rot.

SG TSV 1860 Ranis – SG SV Gräfenwarth 3:4 (0:4)

Die Raniser sträuben sich die Tabellenführung zu übernehmen. Nach der 0:1 Heimniederlage gegen Triptis, zogen die Burgstädter in einem weiteren Heimspiel erneut den Kürzeren, mussten sich gegen die Gräfenwarther geschlagen geben, nachdem sie zur Pause bereits mit 0:4 zurücklagen. Es spricht für die SG, dass sie sich nicht aufgaben und die Partie im zweiten Abschnitt noch einmal spannend machte. Aber unterm Strich haben sich die Raniser natürlich mehr erhofft. Dementsprechend fiel das Fazit vom Raniser Co-Trainer ,Peter Gaebler, aus: „Das Ergebnis ist natürlich für uns enttäuschend. Wir haben in der 1. Halbzeit indiskutabel gespielt, konnten nicht unsere Leistung abrufen. Gräfenwarth hat einfachen Fußball gespielt und hatte damit Erfolg. Nach der Pause wurde es besser, haben wir uns gestrafft und fast noch den Ausgleich erzielt. Aufgrund der 1. Halbzeit siegte Gräfenwarth aber verdient.“. Trainer Frank Wehrhahn freute sich dagegen über den Dreier: „Mit einem Sieg in die Winterpause zu gehen, ist immer gut für die Moral und war auch wichtig, angesichts der knappen Tabellenstände.“ Seine Elf spielte vor der Pause einen schnörkellosen Fußball und brachte mit den Kontern die Platzherren in große Gefahr. So erzielte Jonuzi in der 11. Minute mit einem Schuss ins kurze Eck die Führung. Darauf fand die Querengässer-Elf keine Antwort, die sogar ein unglückliches Eigentor nach einer Beetz-Ecke zum 0:2 hinnehmen musste. Als Dietz allein aufs Tor laufend nach einem schnell ausgeführten Freistoß und Mihoc mit einem Distanzschuss sogar zwei weitere Treffer noch vor der Pause nachlegten, schien die Überraschung immer mehr Gestalt anzunehmen. Scheinbar müssen die Raniser Verantwortlichen in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die Heimelf setzte zur Aufholjagd an und hätte sich fast noch mit dem Ausgleich belohnt. Die Hoffnung keimte auf als Klett mit einer schönen Einzelleistung der erste Treffer in der 52. Minute gelang und als Weedermann nach Foul an Ludwig einen Strafstoß zum 2:4 verwandelte (64.), gab es danach kein Halten mehr. Ranis stürmte weiter und drückte die Gäste immer mehr in die eigene Hälfte, die sich kaum noch befreien konnten und mehrmals Glück hatten. So retteten sie einige Mal vor oder auf der Linie, traf Wagner zweimal per Kopf nur die Latte. Nur Klett nach Vorlage von Ludwig fand noch eine Lücke und leitete eine turbulente Schlussphase ein. Aber die Wehrhahn-Elf stemmte sich mit allen Mitteln gegen den drohenden Ausgleich und brachte den knappen Sieg mit Glück und Geschick ins Ziel.

Die Spiele FSV Hirschberg – FSV Orlatal Langenorla, SV Moßbach II – SV Blau-Weiß 90 Neustadt IIund TSV 1898 Oppurg – FSV Schleiz II sind wegen Unbespielbarkeit der Plätze ausgefallen. Durch die Spielausfälle und durch die überraschende Niederlage von Ranis zuhause gegen Gräfenwarth, hat sich an der Tabellenspitze nichts geändert. Der FSV Orlatal führt weiterhin die Tabelle mit 25 Punkten an, vor den punktgleichen Mannschaften aus Oppurg, Tanna und Oettersdorf. Ranis folgt auf Platz 5 mit 24 Punkten.In der hinteren Tabellenregion hat sich Gräfenwarth durch den Sieg in Ranis etwas Luft verschafft, konnte sich auf Platz 8 verbessern und hat derzeit 16 Punkte zu Buche stehen. Die gleiche Punktzahl hat Remptendorf, das derzeit Platz 9 einnimmt, vor den Mannschaften aus Pößneck II (15 Punkte), Moßbach II (14), Schleiz II (13) und den auf den ersten Abstiegsplatz stehenden Ebersdorfern (13). Schlusslicht mit 3 Punkten bleibt weiterhin der noch sieglose Aufsteiger FSV Hirschberg.

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