Nils Ferber von Blau-Weiß Bürgel: Chancen auf den Meistertitel

Erfurt.  Nils Ferber vom SV Blau-Weiß Bürgel nimmt am Sonnabend in Erfurt bei den Landesmeisterschaften im Mehrkampf teil.

Im Februar wird Nils Ferber an das Sportgymnasium in Jena wechseln.

Im Februar wird Nils Ferber an das Sportgymnasium in Jena wechseln.

Foto: Jens Henning/OTZ

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Wird der 18. Januar 2020 ein goldiger Tag für den Nachwuchssportler Nils Ferber (13) vom SV Blau-Weiß Bürgel? Die Chancen, in der Sporthalle in Erfurt zum ersten Mal Landesmeister im Mehrkampf der M14 zu werden, sind gut. Ferber, der Ende 2019 mit seinen Hochsprung-Ergebnissen überraschte und dabei den Thüringer Hallenlandesrekord in der M13 bis auf 1,80 Meter steigerte, unterstrich vor einer Woche seine Vielseitigkeit. Beim TLV-Meeting in der Leichtathletikhalle Erfurt zeigte der Junge, der in Droschka wohnt, auch im Weitsprung, im Kugelstoßen, im Hürdenlauf und im Kurzsprint seine Qualitäten – und die sind auch bei den Landesmeisterschaften im Mehrkampf gefragt.

Vier der fünf Disziplinen vom Meeting stehen wieder auf dem Programm. Nur der 60 Meter-Sprint gehört nicht zum Fünfkampf, dafür der abschließende 800 Meter-Lauf. Die Generalprobe für einer Woche mit der Mehrfach-Belastung hinterließ bei dem Schüler Spuren. „Er war am Abend ziemlich platt. Fünf Starts an einem Tag, das ist schon nicht ohne. An den Tagen danach hatte er mächtigen Muskelkater. Aber jetzt fühlt er sich wieder fit. Er freut sich auf die Meisterschaften“, sagte seine Mutter und Trainerin Mandy Ferber.

Der Mehrkampftag beginnt für ihn um 10 Uhr mit den 60 Meter-Hürden. Dann folgen der Weitsprung (11.10 Uhr) und das Kugelstoßen (12.10 Uhr). „Sollte Nils nach drei Disziplinen mit vorn liegen, ist alles möglich. Dann ist auch der Titel drin“; sagte seine Mutter. Dass der Schüler ab 14 Uhr in seiner Spezialdisziplin, im Hochsprung, auch noch einen Landesrekord aufstellt, scheint eher unwahrscheinlich. Beim Meeting überquerte er 1,80 Meter. Das war Einstellung des Landesrekordes von Tom Nebe aus Mühlhausen, der 2004 ebenfalls 1,80 Meter schaffte. An der Folgehöhe von 1,82 Meter scheiterte der Junge aus Droschka. Den Abschluss des Mehrkampf-Tages bilden die vier Hallenrunden. „Davor hat Nils sicher den größten Respekt. Es ist schon nicht einfach, überhaupt 800 Meter zu laufen – und dann noch in der Halle. Ich bin aber überzeugt, dass er auch die Disziplin gut schafft“, sagte Mandy Ferber.

Die ärgsten sportlichen Rivalen kommen aus Erfurt und Jena. Tim Knauf (Erfurter LAC), Thilo Wolff (ASV Erfurt) und Nick Klenert (LC Jena) gehören ebenfalls zu den Gold-Anwärtern. Genau beäugt wird Nils Ferber auch von den anwesenden Sportlern und Trainern des LC Jena. Am 17. Februar wird der Junge an das Sportgymnasium nach Jena wechseln. Das steht seit einigen Tagen fest. „Er kennt bereits das Umfeld. Er kennt auch seine künftigen Klassenkameraden und auch Trainingskollegen. Natürlich ist der Wechsel von Bürgel nach Jena Neuland für ihn. Für seine gesamte Entwicklung als Mensch und auch als Sportler ist das aber der richtige Schritt“, sagte Mandy Ferber.

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