So gut war Eisenberg noch nie

Eisenberg.  Fußball-Thüringenliga: Eintracht Eisenberg siegt im letzten Pflichtspiel des Jahres mit 2:1 bei Geratal

Andy Haupt vom SV Eintracht Eisenberg

Andy Haupt vom SV Eintracht Eisenberg

Foto: Jens Henning

Mit 28 Punkten haben sich die Fußballer des SV Eintracht Eisenberg aus der Hinrunde der Verbandsliga verabschiedet. Das ist eine neue Bestmarke für die Eintracht seit dem Aufstieg ins Thüringer Fußball-Oberhaus im Sommer 2014. Vor fünf Jahren stand das Team auch bei 28 Punkten. Das Torverhältnis von damals war um eine Winzigkeit schlechter. Am Ende der Spielzeit 2014/15 landete Eisenberg auf Tabellenrang drei. Ein ähnliches Abschneiden kann man auch dem aktuellen Jahrgang zutrauen. „Unser Ziel war ein Platz in den Top 5“, sagt Eisenbergs Trainer Thomas Lässig nach dem Abpfiff des Verbandsligaspiels in Geraberg.

2:1 hatte sein Team durch ein spätes Tor von Andy Haupt gewonnen. Dieser verwandelte einen Handelfmeter (85.) zum Auswärts-Dreier vor 55 Zuschauern. Dass sich Haupt überhaupt den Ball schnappte und auf den Punkt legte, überraschte ein wenig. Zunächst dachte man, dass Jakub Petrik (Torschütze zum 1:1 nach 22 Minuten) der Elfmeter-Schütze bei der Eintracht ist. Lässig liefert die Erklärung: „Bei uns gibt es keine Reihenfolge. Kuba hatte gegen Hildburghausen verschossen. Dass sich Andy den Ball genommen hat, spricht für sein Selbstvertrauen.“

Für Haupt war es die Tor-Premiere im Eintracht-Trikot. Im Sommer kam er von Oberliga-Absteiger Zorbau. In seiner ersten Saison für Eisenberg absolvierte er bisher 13 Einsätze. Dass der Auswärtssieg etwas glücklich ausfiel, wollte Lässig nicht verheimlichen. „Aufgrund der größeren Anzahl an Torchancen in der ersten Halbzeit geht der Sieg aber aus meiner Sicht in Ordnung. Natürlich wäre auch ein Unentschieden drin gewesen“, sagt der Eintracht-Mann.

Lässig, der am 23. November 48 Jahre alt wurde, freut sich über den Sieg. Es war der erste überhaupt in Geraberg. „Daran sieht man, was es mit den Serien im Fußball auf sich hat.“ In den vier Duellen davor siegte immer die Spielvereinigung Geratal. Das Punktspiel in Geraberg war kein Normales. „Als wir ankamen, hatten wir uns sehr gewundert, warum der Kunstrasenplatz mit einer leichten Schneedecke bedeckt war. Aus meiner Sicht war das nicht gerade professionell von Geratal“, sagt Lässig.

Der Schiedsrichter Steffen Läsker ließ die Partie dennoch auf dem Kunstrasen austragen. Personell krochen die Gäste aus Eisenberg auf dem Zahnfleisch. Torjäger Niclas Stäps ging angeschlagen ins Spiel. Er hielt eine Halbzeit durch. Für ihn kam Nicklas Reinhardt. In der Schlussphase versuchte die Eintracht, den knappen Vorsprung mit zwei Auswechslungen über die Zeit zu retten. Erst kam Co-Trainer Kevin Kittler in der 89. Minute zu seinem ersten Einsatz. In der Schlussminute wechselte sich auch noch Thomas Lässig ein.

Zu den Kommentaren