Stadtroda wackelt gegen SV Moßbach nur kurz

Stadtroda.  Der SV Moßbach war in der Fußball-Landesklasse gegen Grün-Weiß Stadtroda bereits zur Halbzeit geschlagen.

Eine der zahlreichen Chancen der Stadtrodaer in der ersten Hälfte, doch Fritz Pöckel (10) drückt seinen Kopfball nur über den Balken.

Eine der zahlreichen Chancen der Stadtrodaer in der ersten Hälfte, doch Fritz Pöckel (10) drückt seinen Kopfball nur über den Balken.

Foto: Mario Streit

Moßbachs Trainer ist in diesen Tagen nicht zu beneiden. Neben den bereits verletzten Pribitny, Wunderlich und Mayer ist mit Abwehrregisseur Timo Grau der nächste Schlüsselspieler ins Lazarett eingezogen.

Am Wochenende verlor das Team in Stadtroda mit 2:4 (0:3). Ausfälle, die mit dem engen Kader nicht zu kompensieren sind. Zusammenrücken, zusammen kämpfen ist jetzt gefragt, um die Durststrecke durchzustehen. Die Unsicherheit war der Herzog-Elf auch in der ersten Hälfte gegen den FSV Grün-Weiß Stadtroda deutlich anzumerken.

Dass man versuchte, forscher in die Partie zu gehen, spielte den Gastgebern in die Karten. Überfallartige Gegenzüge ließen Moßbachs Defensive ein ums andere Mal schlecht aussehen. Das 1:0 entsprang jedoch einer Ecke. Der Ball, schon abgefangen, wurde nicht konsequent geklärt, so dass Martin Rennert am langen Pfosten leichtes Spiel hatte und die Kugel ins Netz jagte (5.).

Nach zehn Minuten größter Aufreger des Spiels

Schon fünf Minuten später der für Trainer Herzog größte Aufreger des Spiels, als Stadtroda nach einem Foul an Welsche ins Spiel kam, Wollnitzke über rechts nach innen flankte, wo der hereingelaufene Marian Rennert zur Stelle war: 2:0.

Die Richter-Elf blieb am Drücker. Eine scharfe Eingabe von Fuchs verfehlte Rennert ganz knapp (13.) und auch Wollnitzkes Schuss ging nur knapp am langen Pfosten vorbei (17.). Moßbachs Versuche hielten sich in Grenzen.

In der 25. Minute der erste Torversuch, den Neupert aber übers Gehäuse setzte und dann ein schönes Zusammenspiel von Heyne und Neupert, der aber beim Abschluss entscheidend gestört wurde (33.).

Den Spielzug des Tages zelebrierten die Gastgeber. Über Pöckel und Wollnitzke kam das Leder zu Fuchs, der die Gäste mit dem 3:0 schon nach Hause schoss. „Klassenunterschied“, lautete Jens Herzogs kurzes Fazit zur Pause. „Dass wir dann nochmals so aufstehen, hätte ich so nicht erwartet“.

Zwar hatte Pötzel nach Wiederanpfiff das 4:0 auf dem Fuß (46.), doch stattdessen keimte beim SVM Hoffnung, als der eingewechselte Fabien Seidel nach einer Ecke zum 1:3 traf (52.).

Moßbach mit viel Moral in der zweiten Halbzeit

Noch eine Einwechslung und noch ein Tor. Florian Aschenbrenner, nach langer Durststrecke erstmals wieder dabei, zog über links durch und den Ball ins kurze Eck zum 2:3 (71.). Der Anhang der Gastgeber wurde jetzt nervös und laut, forderte Reaktion.

Die kam auch und damit Gelegenheit für Moßbachs Torwart Christian Lange, sich auszuzeichnen. Erst klärte er eine Eins-zu-Eins-Situation (80.), dann lenkte er mit großem Einsatz ein Fuchs-Geschoss ins Toraus (88.).

Vielleicht wäre alles anders gekommen, wenn Pilhofers Schuss in der 85. Minute nicht direkt in den Fängen von Stadtrodas Sander gelandet wäre (85.).

Erst kurz vor Ultimo besiegelte Pöckel die Moßbacher Niederlage, als er eine Querablage Rennerts über die Linie drückte (90.).

„Schade, dass wir den Ausgleich nicht doch geschafft haben. Wir müssen weiter sehr hart arbeiten, wenn wir wieder Punkte holen wollen“, so Jens Herzog nach dem Spiel.

Fünf Punkte aus sechs Spielen, drei davon erst in der Nachspielzeit erkämpft, sind nicht das, was man sich erhofft hatte. Zwar ist bereits fast ein Viertel der Spielzeit um, dennoch bleibt ausreichend Zeit, die zum Klassenerhalt erforderlichen Punkte zu holen.

Den nächsten Versuch unternehmen die Moßbacher am 1. November, beim Derby-Heimspiel gegen Neustadt.