In Spiel zwei forscht beim SV Rot-Weiß Knau die Jugend

Knau  Rot-Weiß Knau sichert mit Sieg über den SV Tröbitz II wohl die Vizemeisterschaft in der Bezirksliga ab und richtet anschließend den Fokus auf einen anderen Aspekt.

Mit einem 3:2-Sieg über die zuletzt stark aufspielende Tröbnitzer Zweite machte der SV Rot-Weiß Knau einen großen Schritt in Richtung Vizemeisterschaft. Hier überwindet Olaf Pätz den Block der Rand-Stadtrodaer.

Foto: Alexander Hebenstreit

Die Volleyballer aus Knau biegen auf die Zielgerade der Saison ein und brachten den ersten von zwei Heimspieltagen mehr oder weniger erfolgreich über die Bühne. Der Fokus lag ergebnistechnisch zweifelsohne auf der Paarung mit dem SV Tröbnitz II.

Die Thüringenliga-Reserve spielte zuletzt stark auf und liebäugelte offen damit, die Oberländer vom zweiten Platz zu verdrängen. Doch daraus wurde nichts. Vor allem, weil sie in den ersten zwei Sätzen keine Mittel gegen das Angriffs- und Blockspiel der Hausherren fanden. In der Folge ließ Knau zu zügel aber schleifen „und Trötznitz zeigte, warum sie in der Tabellen auf Rang drei stehen“, so Knaus Trainer Andre Weise.

Nach dem Satzausgleich hieß es wie so oft in diesem Jahr für die Knauer: Tiebreak. „Hier haben wir alles abgerufen und uns nicht aus der Ruhe bringen lassen.“ Das erste Saisonziel, das Absichern von Rang zwei, dürfte damit so gut wie sicher sein, so dass sich im zweiten Spiel des Tages der Fokus auf einen anderen Aspekt richtete.

"„Wir haben verschiedene Saisonziele und eins ist es, den Nachwuchs und neue Spieler zu integrieren.“"

Andre Weise, Rot-Weiß Knau

Erstmals in dieser Saison standen alle vier Nachwuchskräfte zur Verfügung, die ihr Können gegen die SSG Blankenhain über die volle Spielzeit demonstrieren durften – und mussten. „Der Gegner hat die Schwächen gut erkannt, so dass wir keine Chance hatten. Aber es hat uns einige Erkenntnisse gebracht“, so der Trainer des amtierenden Meisters, der den Titel dieses Mal – zu 99 Prozent – dem VC Altenburg überlassen muss.

Und anders als die Skatstädter, die sich wie einst Knau aus höheren Sphären in die Bezirksliga zurückzogen, nun aber wieder aufsteigen wollen, fühlen sich die Rot-Weißen in ihrer Spielklasse wohl. „Wenn die Vielzahl unserer erfahrenen Spieler aufsteigen wollen würde, würden wir das auch anstreben. Aber das ist nicht der Fall“, erklärt Andre Weise und ergänzt: „Das heißt nicht, dass sich das nicht ändern kann.“

Generell aber, so der Trainer, sei man mit den Gegebenheiten in Knau gut in der Bezirksliga aufgehoben. So verweist er unter anderem darauf, dass hinter dem Verein beispielsweise kein Gymnasium als Talentehort steht, sondern lediglich die örtliche Grundschule, aus der der Nachwuchs rekrutiert wird. Und der Weg von der dritten oder vierten Klasse bis in den Erwachsenensport ist weit. Dass es aber möglich ist, beweisen nicht zuletzt Vincent Weise, Maik Lückemann, Tino Schöler und Daniel Riedl, die am Sonnabend in Knau ans Netz traten.

SV Rot-Weiß Knau – SV Tröbnitz II 3:2 (25:19, 25:18, 17:25, 22:25, 15:11)SV Rot-Weiß Knau – SSG Blankenhain 0:3(17:25, 21:25, 9:25)Knau: Andre Fest, Michael Ruhkieck, Michael Wagner, Olaf Pätz, Phillip Meier, Vincent Weise, Maik Lückemann, Tino Schöler, Andre Weise, Johannes Knoch, Daniel Riedl, Frank Hartung, Kay Weise.

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