Auftrag für Jenoptik aus der Automobilindustrie

Jena.  Der Jenaer Technologiekonzern Jenoptik hat einen langfristigen Lieferauftrag vom Automobilzulieferer Hella erhalten.

Der Vorstandsvorsitzende der Jenoptik AG, Stefan Traeger.

Der Vorstandsvorsitzende der Jenoptik AG, Stefan Traeger.

Foto: Foto: Martin Schutt / dpa

Ein laseroptisches System liefert das Jenaer Unternehmen Jenoptik AG an den Automobilzulieferer Hella. Dieser nutzt die Jenaer Technik für einen eigenentwickelten Partikelsensor.

Mit diesem können laut Jenoptik künftig kleinste Feinstaubkonzentrationen im Innenraum der Fahrzeuge sowie in deren Umgebung zuverlässig und exakt gemessen werden. Die hohe Messgenauigkeit des Sensors ermöglicht die Jenoptik nach eigenen Angaben durch kundenspezifische Präzisions-Polymeroptiken und eine hochgenaue Justage des optoelektronischen Systems.

Der Jenaer Technologiekonzern sieht durch den langfristigen Auftrag von Hella seine Position als einer der führenden Photonik-Spezialisten auf dem Automobilmarkt gefestigt.

Der Serienstart der Fertigung des Partikelsensors soll bereits im kommenden Jahr erfolgen. Dies sehe der Projektvertrag zwischen Jenoptik und Hella vor, berichtete das Jenaer Unternehmen. Der Auftrag soll nach den aktuellen Plänen der beiden Partner demnach über einen Zeitraum von neun Jahren laufen. Erster Kunde für die neuen Sensoren sei ein europäischer Premiumhersteller.

Dieser beabsichtigt den Sensor in seiner asiatischen Fahrzeugflotte einzubauen, berichteten die Jenaer. Die Fahrzeuge würden demnach mit jeweils zwei Partikelsensoren ausgestattet, welche die Messung von Partikelgrößen von weniger als 2,5 Mikrometer Durchmesser ermöglichen.

Jeweils ein Partikelsensor überwacht und optimiert die Luftqualität im Innenraum durch eine automatische Steuerung der Luftzufuhr und den effizienten Einsatz von Luftfiltern. Ein zweiter Sensor misst die Feinstaubkonzentration in der Umgebung des Fahrzeuges. Perspektivisch seien mit diesem System zusätzliche Anwendungen realisierbar, erklärte Jenoptik. So sei etwa eine Routenplanung unter Berücksichtigung der örtlichen Luftqualität denkbar.

Mit dem Sensor wird es möglich kleinste Partikel bis zur unteren Grenze von 0,3 Mikrometer zu erfassen. Diese können tief in die Lunge eindringen und stellen laut den Unternehmen ein Gesundheitsrisiko dar.

Die Unternehmen Jenoptik und Hella kündigten an, ihre Partnerschaft ausbauen und weitere Kunden in der Automobilwirtschaft und in anderen Branchen finden zu wollen.

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