Krise überwunden: Softwarehersteller Intershop aus Jena schreibt schwarze Zahlen

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Jena.  Wie läuft es bei Intershop in der Corona-Pandemie? Heute hat das Unternehmen aus Jena seine Geschäftszahlen vorgelegt und positiv überrascht.

Intershop ist in den neuen Firmensitz am Steinweg eingezogen.

Intershop ist in den neuen Firmensitz am Steinweg eingezogen.

Foto: Tino Zippel

Die Intershop Communications AG aus Jena hat im vergangenen Geschäftsjahr schwarze Zahlen geschrieben. Das Unternehmen erzielte ein operatives Ergebnis von einer Million Euro nach einem Verlust von 6,5 Millionen Euro im Jahr zuvor.

Der Umsatz stieg um sechs Prozent auf 33,6 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Mit 9,3 Millionen Euro erzielte Intershop im vierten Quartal 2020 den höchsten Quartalsumsatz seit drei Jahren.

Vorstandschef: Wichtige Wegmarke passiert

„Drei Jahre nach dem Start unserer Cloud-First-Offensive haben wir die damit verbundenen temporären Umsatzeinbußen überwunden und sind wieder auf einem profitablen Wachstumskurs“, sagt Intershop-Vorstandschef Jochen Wiechen, der wie geplant mit Ablauf der Hauptversammlung im Mai 2021 seinen Posten an seinen Vorstandskollegen Markus Klahn übergeben wird. „Wir sind überzeugt, dass wir eine wichtige Wegmarke passiert haben und Intershop in seiner jetzigen Aufstellung einer erfolgreichen Zukunft entgegensehen kann.“

Im positiven Jahresergebnis trägt auch der Sparkurs in den vergangenen beiden Jahren Früchte. Intershop hatte Personal abgebaut und beschäftigt zum Jahresende 2020 weltweit 299 Mitarbeiter, 15 weniger als vor Jahresfrist. Für dieses Jahr plant das Softwareunternehmen wieder Neueinstellungen.

Corona-Krise zieht Investitionen in Digitalisierung nach sich

„Die aktuelle Krise wird vor allem mittelfristig erhebliche Investitionen in digitale Commerce-Plattformen nach sich ziehen“, sagt Markus Klahn. Intershop will vor allem Produktionsunternehmen mit einem Umsatz von mehr als 400 Millionen Euro und Großhändler mit mindestens 100 Millionen Euro Jahresumsatz mit seiner Technologie ausrüsten.

Fürs Geschäftsjahr 2021 erwartet das Jenaer Unternehmen leicht steigende Umsatzerlöse und ein leicht positives operatives Ergebnis, wie das Vorstandsteam im Gespräch mit unserer Zeitung angekündigt hat. Grund zum Optimismus gebe der gute Auftragseingang und wiederkehrende Umsätze aus langfristig abgeschlossenen Verträgen mit Neukunden, sagt Wiechen.