Markt in Fernost im Blick: Delegation aus China bei Indu-Sol in Schmölln

Schmölln  Eine 20-köpfige Delegation aus China besucht das Schmöllner Unternehmen Indu-Sol. Der Betrieb will China als Markt erschließen und nicht nur die bloßen Produkte verkaufen.

Geschäftsführer Karl-Heinz Richter (2.v.r.) erläutert vor den Besuchern die Herausforderungen künftiger, zunehmend vernetzter industrieller Produktion. Für den Transfer ins Chinesische unterstützen Bianca Thiemer (r.) und Dolmetscher Yongjia Liu von der Bridge Talent & Technology GmbH (l.), die den Termin vermittelt hatte. Foto: Michael Leithold

Geschäftsführer Karl-Heinz Richter (2.v.r.) erläutert vor den Besuchern die Herausforderungen künftiger, zunehmend vernetzter industrieller Produktion. Für den Transfer ins Chinesische unterstützen Bianca Thiemer (r.) und Dolmetscher Yongjia Liu von der Bridge Talent & Technology GmbH (l.), die den Termin vermittelt hatte. Foto: Michael Leithold

Foto: zgt

Für einen Tag war es vor allem Chinesisch, das in der Schmöllner Firma Indu-Sol gesprochen wurde. Dabei verstand man sich bestens, obwohl es auch noch um fachspezifische Details der Produktpalette ging.

Geschäftsführer Karl-Heinz Richter verständigte sich mit einer 20-köpfigen Delegation aus China über Lösungen, die Indu-Sol global für Firmen anbieten kann. Das Interesse der Besucher aus Fernost lag hauptsächlich auf Produkten, die elektromagnetische Felder aufspüren und ebensolche Verträglichkeiten analysieren.

Über die Firmenwebsite waren die Fachleute auf das Schmöllner Unternehmen gestoßen und hatten kurzfristig einen Vor-Ort-Termin vereinbart, der innerhalb einer Woche zustande kam. Da nicht alle Informationen über Internet und Telefon zu vermitteln sind, war der Besuch schnell beschlossene Sache. Zumal Indu-Sol vor wenigen Wochen bereits auf der Industrial Automation Show in Shanghai aufgetreten und dort auf großes Interesse gestoßen war.

Da der Automatisierungsgrad in der Industrie weltweit steigen wird, weiß Karl-Heinz Richter, wie wichtig also internationale Beziehungen und Kooperationen sind. „Die Chinesen haben einen besonderen Weitblick auf die Entwicklung künftiger Technologien. Wenn wir uns mit ihnen verständigen, wissen wir genauer, welche Produkte und Lösungen bei ihnen gebraucht werden“, sagte der Geschäftsführer zu OTZ-Schmöllner Nachrichten. Innerhalb von fünf Jahren möchte er die Firma in China mindestens so bekannt wissen wie in Deutschland, so sein Ziel.

Angst vor Wirtschaftsspionage hat Richter dabei nur begrenzt: „Das Hauptprodukt ist doch unser Wissen und das kann man nicht abfotografieren“, sagte er. Mit dieser Einstellung bietet er den Chinesen ein Komplettpaket aus seinen Produkten und dem dazugehörenden Knowhow an. „Im Frühjahr 2016 werden wir zwei chinesische Ingenieure hier bei uns ausbilden, um sie in China als Experten unserer Produkte einzusetzen“, kündigt er an.

Die weiter ausgebaute Messeteilnahme in China im kommenden Jahr steht auch schon fest im Kalender, denn der Akquiseerfolg des diesjährigen Auftritts in Shanghai stimmte mehr als optimistisch. Die internationale Stärkung des Betriebes ist das große Ziel, das die Firma mit Familiencharakter fest im Blick hat. Indu-Sol soll vom Händler seiner Produkte zum Dienstleistungsnetz für innovative Lösungen werden, hofft Richter.

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