FCC gegen Bayern München II: 130 Tage Leidenszeit sind vorbei

Jena.  Der Fußball-Drittligist hat den ersten Auswärtssieg der Saison geholt. Das Spiel des FC Carl Zeiss Jena gegen den Bayern München II in sechs Zahlen.

348 Tage brauchte  Julian Günther-Schmidt, bis er wieder für den FCC traf. Er brachte die Jenaer noch vor der Pause in Führung. Foto: Thomas Corbus

348 Tage brauchte Julian Günther-Schmidt, bis er wieder für den FCC traf. Er brachte die Jenaer noch vor der Pause in Führung. Foto: Thomas Corbus

3:2 gegen den Bayern München II: Am Freitagabend hat der FC Carl Zeiss Jena endlich den ersten Auswärts-Dreier der Saison geholt. Wir fassen den Erfolg des Tabellenschlusslichts in Zahlen zusammen:

  • 17 Spieltage oder 130 Tage mussten die FCC-Fans auf den ersten Auswärtserfolg ihrer Mannschaft seit dem Saisonauftakt warten. Viel zu lange. Aber der Spielverlauf am Freitag im Stadion an der Grünwalder Straße in München entschädigte zumindest ein bisschen. Die Edelreserve der Münchner ging früh in Führung (9.), der FC Carl Zeiss antwortete prompt (11.) und drehte noch vor der Pause (39.) die Partie. Auch vom 2:2 durch Bayerns Derrick Köhn (74.) ließen sich die Thüringer nicht aus dem Takt bringen und trafen noch zum 3:2 (78.).
  • Das Tor zum 1:1 durch Jenas Ole Käuper war übrigens der 500. Treffer der Saison. Und was für ein schöner. Der Ex-Bremer knallte das Spielgerät aus spitzem Winkel mit sattem Schuss in die Maschen. Das Wasser, dass sich an diesem nasskalten Novemberabend am Netz gestaut hatte, spritzte in die Luft.
  • 348 Tage brauchte derweil Jenas Julian Günther-Schmidt, bis er in der 3. Liga wieder für den FCC traf. Vor seinem Tor zum 2:1 für die Thüringer hatte er zuletzt am 16. Dezember 2018 getroffen, und das gleich doppelt. Beim damaligen 3:1-Erfolg der Jenaer gegen 1860 München zufällig auch im Stadion an der Grünwalder Straße.
  • 99 Drittliga-Spiele hat Jenas Nico Hammann bestritten. Und die Partie vor seinem persönlichen Jubiläum war definitiv eine seiner besseren. Fast schon gebetsmühlenartig wiederholte Trainer Rico Schmitt zuletzt, was für ein ausgezeichneter Standardschütze Hammann sei. In München folgte der Beweis: Seinen guten Freistoß von der Außenbahn lenkte Bayerns Paul Will unglücklich ins eigene Tor zum Jenaer Siegtreffer ab.
  • 150.000 Euro ist Justin Schau laut transfermarkt.de Wert, 12 Millionen Bayerns Michael Cuisance. Trotz des Treffers des Franzosen zum 0:1 aus Jenaer Sicht und seinem Pfostenschuss in der 88. Minute war der vermeintliche Außenseiter klarer Sieger im direkten Duell. Hut ab!
  • 9 Punkte werden bis zur Winterpause jetzt noch vergeben. Der FCC hat ein Heimspiel gegen Unterhaching (7. Dezember) und zwei Auswärtsspiele in Großaspach (15. Dezember) und Ingolstadt (22. Dezember). Soll der erste Auswärtssieg mehr als nur ein Strohfeuer sein, müssen die Jenaer weitere Punkte folgen lassen, um den Abstand auf die Nichtabstiegsränge (derzeit elf Punkte) weiter zu verkürzen.

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