Das Lern-Netzwerk der Sömmerdaer Rothenbachschule

Sömmerda  An der Rothenbachschule wurde eine neue Zielvereinbarung mit dem Schulamt Mittelthüringen abgeschlossen. Vorreiterrolle in Thüringen

Manfred Hoffmann, Leiter der Sömmerdaer Rothenbach-Förderschule, und Schulamtsleiter Ralph Leipold (rechts) signierten Foto: Armin Burghardt

Manfred Hoffmann, Leiter der Sömmerdaer Rothenbach-Förderschule, und Schulamtsleiter Ralph Leipold (rechts) signierten Foto: Armin Burghardt

Foto: zgt

„Bildungsgerechtigkeit ist eine Baustelle bei uns in Deutschland“, sagt Ralph Leipold, der Leiter des Schulamts Mittelthüringen. Und er sagte es gestern in Sömmerda, um herauszustreichen, dass die hiesige Rothenbachschule (Förderschule) wie der Kreis sich da auf gutem Weg und gutem Stand befänden.

Anlass war die Unterzeichnung einer sogenannten Zielvereinbarung zwischen der Schule und dem Schulamt. Neben Leipold signierte Schulleiter Manfred Hoffmann das Dokument, das eine Fortschreibung eines Vorläufers von 2008 ist. Nach einer externen Prüfung mit einem Expertenbesuch sowie erfolgter Einschätzung der zwischenzeitlichen Qualitätsentwicklung haben die Schulvertreter letztere und entsprechende Empfehlungen diskutiert und der Formulierung neue Ziele zugrunde gelegt. „Ich halte dieses dialogische Verfahren und die eigenverantwortliche Entwicklung der Schulen für wichtig“, so Schulamtsleiter Leipold.

Auf den Landkreis Sömmerda und die Rothenbachschule hält er große Stücke. „Sie sind seit 2003 Vorreiter auf dem Gebiet des gemeinsamen Unterrichts von Grund-, Regel- und Gymnasial- oder Berufsschülern mit solchen mit gesteigertem Förderbedarf“, lobte er und anerkannte, dass dahinter – sich selbst und andere zu überzeugen – unheimlich viel Arbeit stecke.

204 Schüler mit erhöhtem Förderbedarf gibt es derzeit im Landkreis Sömmerda. 161 nehmen am gemeinsamen Unterricht teil. Die damit erreichten 75 Prozent seien Thüringer Spitzenwert, gemeinsam mit Jena.

Die Rothenbachschule arbeitet dafür mit 27 Schulen zusammen. Zum Netzwerk gehören 15 Grund-, 7 Regel-, eine Gemeinschaftsschule, 3 Gymnasien und eine Berufsschule.

In der Vereinbarung sind Vorhaben zur Weiterentwicklung der Netzwerkarbeit im gemeinsamen Unterricht, zur Berufsvorbereitung und zur Arbeit im klassenstufenübergreifenden Unterricht formuliert. Schulleiter Manfred Hoffmann: „Der Schlüssel unserer Erfolge ist der vertrauensvolle Umgang miteinander.“

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