DNT-„Ariadne“ für Theaterpreis „Der Faust“ nominiert

Köln/Weimar.  Die Strauss-Oper wurde in Weimar nur ein einziges Mal gespielt, dann kam der Corona-Lockdown.

Szenenfoto aus der Weimarer „Ariadne“ mit v.l. Oliver Luhn (Truffaldin), Ylva Stenberg (Zerbinetta), Camila Ribero-Souza (Ariadne), Äneas Humm (Harlekin) und Taejun Sun (Brighella).

Szenenfoto aus der Weimarer „Ariadne“ mit v.l. Oliver Luhn (Truffaldin), Ylva Stenberg (Zerbinetta), Camila Ribero-Souza (Ariadne), Äneas Humm (Harlekin) und Taejun Sun (Brighella).

Foto: Candy Welz

Als einzige Produktion aus Thüringen ist die Oper „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss dieses Jahr für den Theaterpreis „Der Faust“ nominiert worden. Das teilte eine Sprecherin des Deutschen Bühnenvereins, Köln, am Donnerstag mit.

Der undotierte Theaterpreis, der als begehrteste Auszeichnung für Bühnenschaffende deutschlandweit gilt, wird am 21. November in acht Kategorien vergeben. Weimars „Ariadne“ fand dank ihrer Inszenierung durch Gastregisseur Martin G. Berger großen Zuspruch der Fachjury bei der Vorauswahl. Berger, der am DNT Weimar schon mit seiner Lesart von Bernsteins „Candide“ für Aufsehen sorgte, beschränkt sich bei „Ariadne auf Naxos“ nicht auf die Bühne allein, sondern schickt Sänger und Publikum auf „Zeitreise“ – mit multimedialer Unterstützung – durchs ganze Haus. In der Konkurrenz um den „Faust“ muss er sich nun gegen die ebenfalls nominierten Regiearbeiten „Tristan und Isolde“ von Jochen Biganzoli in Hagen und Yona Kims „Carmen“ in Mannheim durchsetzen.

In Weimar ist die „Ariadne“ nur ein einziges Mal, zur Premiere im März, gespielt worden; dann kam der Corona-Lockdown. Eine dringlich ersehnte Wiederaufnahme ist derzeit nicht möglich.

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