Frauenpower im Kunsthaus: Neue Ausstellung in Nordhausen

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Museumsleiterin Susanne Hinsching freut sich, endlich wieder Besucher im Kunsthaus Meyenburg begrüßen zu dürfen.

Museumsleiterin Susanne Hinsching freut sich, endlich wieder Besucher im Kunsthaus Meyenburg begrüßen zu dürfen.

Foto: Marco Kneise

Nordhausen.  Eine Sonderschau in der Meyenburg-Villa zeigt jetzt Kunst aus weiblicher Sicht. Da Nordhausen ab Dienstag Modellregion ist, öffnet auch das Kunsthaus.

Mit Frauenpower will das Kunsthaus Meyenburg endlich ins neue Ausstellungsjahr starten. Unter dem Titel „Aus weiblicher Sicht“ präsentiert die Schau 110 Werke der Nordhäuser Künstlerinnen Maria Becker-Diedelt, Margret Böning, Ilsetraut Glock, Eva Groh, Karin Kisker, Marlies Pape, Maria Schmidt-Franken, Ilse Spangenberg und Ute Zyrus.

Künstlerinnen hatten es in der männlich dominierten Kunstwelt nicht einfach. Sie mussten stets darum kämpfen, Kunst machen zu dürfen. Diese grundsätzliche Problematik und Entwicklung von Frauen in der Kunst lässt sich auch in den Biografien der Nordhäuser Künstlerinnen erkennen. „Bemerkenswert ist, dass es in Nordhausen bereits seit dem 19. Jahrhundert Künstlerinnen gab, die über die Stadtgrenzen hinaus tätig waren und manchmal auch voneinander gelernt haben“, berichtet Susanne Hinsching, Leiterin des Kunsthauses.

Die Ausstellung zeigt Werke von neun Künstlerinnen, die zu verschiedenen Zeiten in Nordhausen tätig waren. Die Auswahl ist dabei nicht auf Vollständigkeit angelegt, sondern auf der Präsenz der Werke in der städtischen Kunstsammlung. „Es gab und gibt noch weitere Künstlerinnen – wie Renate Niethammer oder Roberta Bergmann –, die ihre künstlerischen Wurzeln in Nordhausen haben“, erklärt Susanne Hinsching.

Die Ausstellung zeigt neun Künstlerinnen in neun Räumen mit neun verschiedenen künstlerischen Handschriften. Trotzdem gibt es, einige Parallelen zu erkennen, wie die Reihe der Baummotive zeigt. Dabei waren und sind vermutlich die regionale Nähe zum Harz und die Schönheiten der Südharzer Landschaft sowie die Geschichte der über 1000-jährigen Stadt Nordhausen durchaus eine Quelle der Inspiration für die Nordhäuser Künstlerinnen sowohl zu Beginn des 20. Jahrhundert als auch heute.

Nordhausen ist Modellregion: Kunsthaus öffnet deshalb auch

Das Thüringer Gesundheitsministerium hat den Antrag des Landkreises Nordhausen zur Erprobung von modellhaften Öffnungen von Einzelhandelsgeschäften, Museen und Galerien vom 6. bis 10. April genehmigt. Die beiden städtischen Museen Kunsthaus Meyenburg und Tabakspeicher öffnen in diesem Zusammenhang vom 6. bis 9. April von 13 bis 17 Uhr sowie am 10. April von 11 bis 16 Uhr, kündigt Lutz Fischer, Sprecher der Nordhäuser Stadtverwaltung, an. Das Museum Flohburg wird aus technischen Gründen (Reparaturen sowie Ausstellungsumbau) nicht geöffnet.

Der Zugang ist für Besucher unter folgenden Bedingungen möglich: Zutritt nur mit einem maximal 24 Stunden alten negativen Antigen-Schnelltest oder einem maximal 48 Stunden alten negativen PCR-Test. Kinder sind bis zum vollendeten 14. Lebensjahr von der verpflichtenden Vorlage eines Testergebnisses ausgenommen. Alle Besucher sind zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske oder FFP2-Maske verpflichtet. Die Besucherzahl ist auf maximal 15 Personen pro Stunde gleichzeitig begrenzt. Die 2-Meter-Abstandsregelung ist einzuhalten. Die Kontaktdaten aller Besucher müssen an der Kasse auf Einzelformularen hinterlassen werden.