Ausstellung

Grafik in der Geraer Kunstzone

Gera.  Die Leipziger Künstlerin Christiane Werner zeigt in der M1 in Gera die Vielfalt der Drucktechniken.

Sven Schmidt, Kathrin Buskies und Peter Oehler (von links)  beim Aufbau der neuen Ausstellung in der Kunstzone M1 in Gera-Untermhaus: Christiane Werner  - Grafik.

Sven Schmidt, Kathrin Buskies und Peter Oehler (von links) beim Aufbau der neuen Ausstellung in der Kunstzone M1 in Gera-Untermhaus: Christiane Werner - Grafik.

Foto: Ulrike Kern

Zu ihrer 64. Ausstellung in der Galerie „M1-Kunstzone“ in Gera-Untermhaus haben die Initiatoren dieses Mal die Leipziger Künstlerin Christiane Werner eingeladen. 37 Arbeiten, allesamt Grafiken in unterschiedlicher Größe, Technik und Farbwahl, sind von heute an bis zum 31. Oktober zu sehen. Christiane Werner studierte an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, machte 1994 ihr Diplom an der Burg Giebichenstein in Halle und absolvierte zwei weitere Jahre ein Meisterstudium bei Inge Götze. Sie ist freie Künstlerin, ihre Arbeiten – Malerei und Grafik – finden sich in mehreren öffentlichen und privaten Sammlungen in Deutschland und Luxemburg. Nun wird ein kleiner Querschnitt in Gera gezeigt.

In ihren Grafiken fallen die farbenfrohen Kombinationen auf: Gelb mit Orange oder Rot, Blau und Grün als Hintergrund, darauf die schwarzen Motive des Drucks. In ihren Arbeiten, die Titel wie „Rache ist Blutwurst“, Spaziergang“ oder „Land in Sicht“ tragen, verbindet sie verschiedene Techniken des Hochdrucks: farbige Holz- und Linolschnitte, Materialdrucke und Zeichnungen. Die Arbeiten sind meist Unikate, die überwiegend im Handdruck auf Japanpapier entstanden sind. Vielmals ziehen sich wiederkehrende Motive und Symbole als roter Faden durch ihre Bilder, die sie jeweils anders kombiniert und gestaltet: Figuren, menschliche Silhouetten, Schädel, Scheren, Hunde. Inhaltlich möchte sie, so sagt die Künstlerin, die Verflechtung von Wahrnehmung und Träumen, Strukturen von Beziehungsebenen verschiedener Menschen und ihre Eingebundenheit in historische und natürliche Zusammenhänge aufzeigen.

Eine Kombination ausFotografie, Zeichnung und Malerei

Eine Besonderheit sind ihre mehrfarbigen Lichtdrucke, von denen einige ebenfalls in Gera zu sehen sind. Eine Kombination aus Fotografie, Zeichnung und Malerei. Das Museum für Druckkunst in Leipzig beherbergt eine der weltweit letzten Lichtdruck-Werkstätten, in denen Christiane Werner arbeitet. Der Lichtdruck ist mittlerweile eine äußerst seltene Drucktechnik geworden, ermöglicht aber eine besondere Lebendigkeit und Feinheit im Motiv und eine hohe Farbqualität. Mit photoempfindlicher Gelatine beschichtete Glasplatten werden als Druckplatten verwendet, jedoch sind die Herstellung dieser Druckträger und die Betreuung des gesamten Druckprozesses aufwändig.

Unter Einhaltung der Corona-Regeln wird die Ausstellung an diesem Freitag 1um 8 Uhr eröffnet.

Öffnungszeiten: Di.-Fr. 14 bis 17 Uhr, Sa.-So. 13 bis 18 Uhr