48 Millionen Euro für Lindenau-Museum in Altenburg

Berlin/Altenburg  Der Bund und das Land unterstützen die Sanierung und Erweiterung des renommierten Museums in Altenburg, das bis 2026 neu erstrahlen soll.

Das Lindenau-Museum in Altenburg.

Das Lindenau-Museum in Altenburg.

Foto: Petra Lowe

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Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat am Donnerstag ein Millionenprojekt in Altenburg abgesegnet. Der Bund fördert die Renovierung und Erweiterung des Lindenau-Museums mit 24 Millionen Euro. Das Land beteiligt sich gleichermaßen am mit 48 Millionen Euro kalkulierten Projekt, das auch den Herzoglichen Marstall und Parkanlagen umfasst.

Am Abend knallten die Sektkorken. „Das sind großartige Nachrichten für unser Museum“, sagt Direktor Roland Krischke. Dank der Sammlung frühitalienischer Tafelbilder ist das Museum ein Haus von internationalem Rang. Wegen finanzieller Zwänge und des Platzmangels konnte es seine Möglichkeiten bisher nicht ausspielen. Seit Jahrzehnten gibt es Pläne für eine funktionale Entlastung des Museumsgebäudes, von denen sich jedoch keiner durchsetzen ließ. Seit Frühjahr 2017 liegt eine Neukonzeption vor, wonach das Lindenau-Museum grundlegend saniert werden soll. Büros, Werkstätten und Depots werden in den unweit gelegenen Herzoglichen Marstall ausgelagert, um Platz im Bestands­gebäude zu gewinnen. Das Museum soll barrierefrei gestaltet werden, aber auch Kasse, Laden und sanitäre Anlagen bedürfen dringend einer Erneuerung. Für die Teilnahme am internationalen Leihverkehr ist eine Klimatisierung des Gebäudes unabdingbar.

Der im Eigentum der Stadt Altenburg befindliche Herzogliche Marstall am anderen Ende des Schlossparks soll auch besucher­relevante Bereiche erhalten: ein Schaudepot, die Grafische Sammlung mit wechselnden Sonderausstellungen unter anderem zu Gerhard Altenbourg, aber auch Werkstätten der Restauratoren, die teils öffentlich zugänglich sein sollen. Durch die Nutzung alternativer Energiequellen will das Museum Betriebskosten sparen.

Zwei Ostthüringer Bundestagsabgeordnete haben sich besonders für die Förderung eingesetzt: Elisabeth Kaiser (SPD) und Volkmar Vogel (CDU). Beide lotsten Bundespolitiker nach Altenburg, um für das Projekt zu werben. „Altenburg wird sein wahres Potenzial voll entfalten und kein Geheimtipp mehr sein“, sagt Elisabeth Kaiser. Auch Volkmar Vogel ist überzeugt: „Der eindrucksvolle Komplex Lindenau-Museum und Marstall wird den zahlreichen Schätzen Altenburgs einen glanzvollen Rahmen bieten und viele Besucher anlocken.“

Unterdessen will der Bund Thüringen und Sachsen-Anhalt ab 2019 auch 200 Millionen Euro für Investitionen in die Schlösser und Burgen geben, beschloss der Haushalts­ausschuss. Zusätzlich will der Bund die Hälfte der laufenden Kosten einer neuen „Stiftung Mitteldeutsche Schlösser und Gärten“ tragen. Die Bedingungen sind, dass beide Länder gemeinsam 100 Millionen Euro zuschießen und entscheiden, welche Bauten in die Stiftung übergehen.

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