Für den Kyffhäuser fehlt ein Konzept

Kyffhäuser  Die Wählergemeinschaft „Pro Frankenhausen“ begrüßt die Entscheidung der SPD/Grüne-Kreistagsfraktion, das Prestige-Projekt „Geolift“ endlich zu den Akten zu legen.

Am Kyffhäuser soll endlich was passieren.

Am Kyffhäuser soll endlich was passieren.

Foto: Archiv

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Man hofft auf einen entsprechenden Beschluss des Kreistages in seiner Dezembersitzung, heißt es in einer Mitteilung von „Pro Frankenhausen“ .

Bedauerlich findet es die Wählervereinigung, dass trotz berechtigter Bedenken von Fachleuten und Bürgern viel Zeit und 200 000 bis 300 000 Euro für Gutachten und Projektkosten vergeudet worden seien. „Sicher hätte man Zeit und Geld zweckmäßiger zur Attraktivitätssteigerung am Kyffhäuser einsetzen können, zum Beispiel für behindertengerechte Bushaltestellen und Toiletten, saubere Parkplätze mit E-Tankstelle und ein freundliches Umfeld.

Auch zum Thema „Barrierefreiheit“ hat die Wählervereinigung eine Meinung: Teure Gutachten für Alternativen zur Beförderung von Personen würden jedenfalls nicht weiterhelfen, lautet der Hinweis an die SPD/Grüne-Fraktion. Aber man freue sich, dass Fraktionschef Matthias Strejc den von „Pro Frankenhausen“ vor über zwei Jahren gemachten Vorschlag eines E-Kleinbusses oder einer Zahnradbahn wieder ins Gespräch gebracht habe.

Allerdings sehe man das primäre Problem nicht bei der Personenbeförderung, da es bereits einen behindertengerechten Zugang zum Kyffhäuserdenkmal gebe. Sie fordern: „Barrierefreiheit ja – aber nicht um jeden Preis.“

Dafür fehle es nach wie vor an einem Gesamtkonzept zur Attraktivitätssteigerung für das Kyffhäuserareal. In diesem Zusammenhang gibt die Wählervereinigung auch noch einen Hinweis an die CDU-Fraktion: „Bevor man Bürgerbefragungen durchführt, wie es die CDU-Kreistagsfraktion vorschlägt, sollte man Burgfrieden schließen und sich zuerst mit allen Gewerbetreibenden am Kyffhäuser zu einer Art „Themen- oder Zukunftskonferenz“ zusammen setzen und die Grundlagen für ein Konzept erarbeiten.

Wolle man – wie die CDU-Fraktion vorschlägt – junge Familien mit Kindern gewinnen, dann müsse man sich für die Beschäftigung der Kinder etwas einfallen lassen sowie das Interesse Jugendlicher und Mitbürger wecken. Dafür, so empfiehlt die Frankenhäuser Stadtratsfraktion, „sollte das Alleinstellungsmerkmal des Kyffhäusers hervorgehoben werden“. Man könnte beispielsweise einen Mittelalterspielplatz errichten. Veranstaltungen zu Barbarossa oder Kreuzrittern wären sicher für Besucher interessant.

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