Mit dem Gräumelin in Isseroda auf Suche nach dem Grünland

Isseroda  Der Knabe Verlag Weimar gastiert mit einer lebendigen Lesung seines jüngsten Buches an der Grundschule

Steffen Knabe und Michaela Gölzer mit den Puppen von Franziska Schnauß beim Vorlesetag an der Grundschule Isseroda.

Steffen Knabe und Michaela Gölzer mit den Puppen von Franziska Schnauß beim Vorlesetag an der Grundschule Isseroda.

Foto: Michael Baar

Was macht der Knabe Verlag aus Weimar in Isseroda? Der bundesweite Vorlesetag bot am Freitag eine gute Gelegenheit, das jüngste Werk von Knabes Nachwuchautoren in der Grundschule vorzustellen. Das Weimarer Verlagshaus hat zur Frankfurter Buchmesse das Kinderbuch „Der grüne Wanderer“ in deutscher Sprache herausgebracht. In Polen hat das Buch bereits mehrere Preise erhalten. Jetzt soll es die deutschen Kinderzimmer erobern.

Liliana Bardijewska hat die Geschichte vom Gräumelin geschrieben, eine zeitgemäße Parabel über die Vielfalt der Welt: Eines Morgens wacht Gräumelin auf und ist erstaunt, dass er nicht mehr grau ist, wie alle anderen Bewohner und überhaupt alles in seinem Grauland. Auf einmal ist er ganz grün, vom Schnabel bis zur Schwanzspitze. Ohne lange zu überlegen, macht er sich auf die Suche nach dem Grünland. Auf seiner abenteuerlichen Reise wandert Gräumelin durch blaue und rote Länder Länder, lernt neue Freunde kennen und entdeckt, dass eine bunte Welt am schönsten ist. Doch was wird aus Grauland?

Franziska Schnauß, die beim Genius Loci Festival Weimar, das Produktionsmanagement in Händen hält, hat die Geschichte in ein Puppenspiel umgesetzt. Steffen Knabe erfuhr durch einen Zufall davon und dass die Puppen derzeit nicht benötigt werden. So konnte er sie beim Vorlesetag in der Turnhalle Isseroda nutzen, was die Geschichte für die Grundschüler noch viel anschaulicher machte.

Der Verlagskontakt zur Grundschule war allerdings kein zufälliger. Er kam durch Schulbuchbestellungen zustande. „Man kommt dabei auch über anderes ins Gespräch und – auf den Vorlesetag zu sprechen“, erinnert sich Knabe.

Mit Verlagsmitarbeiterin Michaela Gölzer hatte er die Lesung altersgerecht aufgearbeitet. Ein erster Teil in der Turnhalle war den Kleineren aus dem ersten und zweiten Jahrgang vorbehalten. Hier wurde mehr erzählt als gelesen. Die Kinder konnten Fragen stellen und nach Antworten suchen. Bei den Dritt- und Viertklässlern war der Leseteil größer konzipiert. Doch auch sie wurden in den Fortgang der Geschichte eingebunden.

Die Puppen sollen übrigens demnächst auch Knabes Verlagsbuchhandlung am Frauentor zieren. Denn der grüne Wanderer ist auch ein schönes Weihnachtsgeschenk.