Musikschule in Sondershausen lädt zum Zuhören ein

Sondershausen.  Ausprobieren war in der Kreismusikschule zum Tag der offenen Tür am Sonntag wegen Corona nicht möglich. Dafür gibt es mehr freie Plätze.

Josephin Bartsch und ihr Lehrer Plamen Vassilev zeigen beim Tag der offenen Tür der Kreis-Musikschule wie Schlagzeugunterricht unter Corona-Bedingungen möglich ist.

Josephin Bartsch und ihr Lehrer Plamen Vassilev zeigen beim Tag der offenen Tür der Kreis-Musikschule wie Schlagzeugunterricht unter Corona-Bedingungen möglich ist.

Foto: Andrea Hellmann

Das Schlagzeug steht im Vestibül im Südflügel des Schlosses. Gut zu hören wäre es überall, aber so haben die Besucher der Musikschule, die am Sonntag ihre Türen öffnete, auch Gelegenheit, die Akteure am Schlaginstrument zu sehen und mit ihnen zu sprechen. Damit die Kreismusikschule interessierte Kinder und Eltern einladen konnte, musste sie erst einmal ausreichen Platz für alle schaffen. Das hieß für die Schlagzeuger: umziehen.

Um die vorgeschriebenen Hygienebestimmungen einhalten zu können, hat Musikschulleiter Matthais Deichstetter mit seinem Team nicht nur Platz schaffen müssen in den Räumen, sondern auch die beiden Flure zu Einbahnstraßen erklärt, in denen nun zwei Rundgänge möglich sind. Dass die Kinder in diesem Jahr Instrumente nicht selbst ausprobieren können, ist schade, aber eben auch Auflage des Hygienekonzepts. Dafür spielen ihnen und ihren Eltern jetzt größere Kinder etwas vor. Die Lehrer sind anwesend und beantworten alle Fragen.

Auf Werbung hat die Musikschule ebenfalls verzichtet, nur gezielt in Schulen und Kindergärten auf den Termin aufmerksam gemacht. Zudem wird gleich nebenan im Schlossmuseum und auf der Theaterwiese Weltkindertag gefeiert. Dass Corona die Bildungsarbeit der Musikschule in Kindergärten und Schulen im Landkreis in den vergangenen Monaten unmöglich gemacht hat, merkt auch die Schule an ihren Zahlen.

Im Sommer beenden viele der älteren Schüler wegen Ausbildung und Studium ihren Unterricht. Zum Schuljahresanfang beginnen dann jüngere, ein Instrument zu spielen, und zwar die, die man oft durch musikalische Früherziehung in Kindergärten gewonnen hat. „Das fehlt in diesem Jahr ein wenig“, sagt Matthias Deichstetter. „Deshalb gibt es auch mehr freie Plätze in den Klassen als üblich.“ Um so wichtiger sei der Tag der offenen Tür in diesem Jahr, so Deichstetter, um Kinder für Musik zu begeistern.