Schüler und Lehrer fluten Georgenkirche mit Musik

Eisenach.  Der Erlös des bezaubernden Weihnachtskonzertes der städtischen Musikschule Eisenach unterstützt die Sanierung des historischen Brunnens am Schulgebäude.

Im Weihnachtskonzert der Musikschule „Johann Sebastian Bach“: Felix Ilgen (Violine) und Lena Nehrig (Cello), die im Trio mit Benedict Gerlach (Klavier) musizierten.

Im Weihnachtskonzert der Musikschule „Johann Sebastian Bach“: Felix Ilgen (Violine) und Lena Nehrig (Cello), die im Trio mit Benedict Gerlach (Klavier) musizierten.

Foto: Jensen Zlotowicz

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Etwa 600 Gäste in der Georgenkirche Eisenach erlebten am Samstag das Weihnachtskonzert der städtischen Musikschule „Johann Sebastian Bach“. Tenor: wunderbar. Darin stimmte auch Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) in forte ein. Die Initiatoren um Musikschulleiterin Sylvia Löchner hatten sich auch Gäste eingeladen, die das musikalisch bereits breitgefächerte Programm noch erweiterten. Dazu zählte der Chor des Elisabeth-Gymnasiums unter Leitung von Susanne Unger ebenso wie der Eisenacher Chor Cantiamo unter Leitung von Natalia Strathmann-Alencova. Beide Klangkörper erbrachten den Nachweis gewachsener Quantität und Qualität. Cantiamo, vor Jahren als kleines Ensemble der Stadtverwaltung Eisenach gegründet, traut sich mittlerweile an anspruchsvolle Chormusik und wird dieser Herausforderung hörbar gerecht. Im Chor des Elisabeth-Gymnasiums agieren mehrere Schüler, die auch an der Musikschule oder in anderen Gruppen ihrem Hobby Musik frönen.

Zahlreiche Musikschüler tanzten beim Weihnachtskonzert sinnbildlich auf mehreren Hochzeiten, waren wie Felix Illgen (Violine) im Trio und im Jugendsinfonieorchester als erste Geige aktiv. Auch Schlagzeuger Niklas Sachs, ein Talent am selten gelehrten Vibrafon, gehörte zu diesen Schülern mit Doppelfunktion. Vor allem seine „Glockenarbeit“ bereicherte den weihnachtlichen Ton des Orchesters außerordentlich. Für manche Talente ging es hoch (auf den Rang ins Orchester) und runter (auf die Bühne im Altarraum). Andere wiederum waren auch bei zwei Einzeldarbietungen auf der Bühne präsent, wie etwa Cellistin Lena

Nehrig.

Blockflötengruppe und andere Top-Talente

Was die Beteiligten auf die Bühne brachten, es war der Beweis dafür, dass Eisenach eine Musikstadt ist und bleibt und dass sie Talente in ihrer jeweiligen Spezialdisziplin besitzt. Das achtköpfige Blockflötenensemble der Musikschule um Lehrerin Gesine Schiller-Hardt hat sich längst einen guten Ruf erspielt. Auch andere Instrumentalisten traten schon bei verschiedenen Wettbewerben in Erscheinung. Am Klavier ist zum Beispiel Benedict Gerlach ein Top-Talent, Jana Hering und Paul Quel am Akkordeon nicht weniger. Viele von ihnen werden Eisenach nach ihrer Schulausbildung wohl verlassen. Konzerte und Auftritte wie diese werden aber noch über Jahre eine Brücke, ein gute Erinnerung sein.

Das Weihnachtskonzert war eine Leistungsschau der Musikschüler, die sich hören lassen konnte. Das Sinfonieorchester unter Leitung von Christoph Peter hat daran eine entscheidende Aktie. Christoph Peter wurde von Musikschulleiterin Sylvia Löchner für seine 25-jährige Arbeit an der Schule besonders gewürdigt. Ihr Dank ging auch an Leonore Walda, die das Konzert moderierte, oder die Alphornisten um Klaus Seyfarth, die gemeinsam mit Bläsern der Musikschule musizierten. Eine Vielzahl von Lehrern der Musikschule brachte sich selbst in die Darbietungen ein, nicht zuletzt Monica Ripamonti und Yuliya Peters (beide Klavier).

Besonderen Beifall verdiente sich das Gitarrenduo Henrik Schützenmeister und Mattis Hartung mit einer fetzigen Bearbeitung des Klassikers „Morgen, Kinder, wird’s was geben“. Die Palette der Stücke reichte übrigens von Stücken aus dem klassischen Katalog von Mozart, Vivaldi, Haydn oder Bach bis zum Bogen in die Neuzeit. Das bekannte Instrumental „Biscaya“ zweier US-Komponisten boten Jana Hering, Paul Quel und Janes Lou Stegner (alle Akkordeon), Sophia Viernau (Flöte), Malin Hartung (Gitarre), Lena Nehrig (Cello) und Arves Ruppert (Schlagzeug) aus einem Guss.

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