Petersberg soll zum Kulturquartier werden

Neu gegründeter Verein will kulturhistorisch bedeutsamen Berg samt Defensionskaserne bewahren und erschließen.

Mit ihren riesigen Ausmaßen dominiert die sanierungs- und umbaubedürftige Defensionskaserne den Petersberg. Der Verein verspricht einige Nutzungsideen. Foto: Susann Fromm

Mit ihren riesigen Ausmaßen dominiert die sanierungs- und umbaubedürftige Defensionskaserne den Petersberg. Der Verein verspricht einige Nutzungsideen. Foto: Susann Fromm

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Altstadt. "Ich fühle mich richtig gut", sagt Tely Büchner. Die Erfurter Ausstellungskuratorin und Fraktionsreferentin der Grünen ist Chefin des eben gegründeten Vereins "Kulturquartier Petersberg".

Der Verein will die "künstlerisch kreative Belebung der Defensionskaserne auf dem Petersberg" unter seine Fittiche nehmen. "Die Begleitumstände machen Mut", findet Tely Büchner. Statt der geforderten 7 habe der Verein 24 Gründungsmit-glieder. 35 Interessierte nahmen am 4. September an der Gründungsveranstaltung teil.

Vorangegangen waren in den vergangenen 18 Monaten zahlreiche Treffen in unterschiedlicher Zusammensetzung. "Es gibt ein großes Interesse am Petersberg und an diesem Gebäude", freut sich die Vereinsvorsitzende. "Die Zeit war noch nie so günstig." Für den Berg mit Hilfe engagierter Erfurter etwas Konkretes zuwege zu bringen, das sei eine große Herausforderung und eine große Chance. "Und ein Experimentierfeld für Ideen."

Bereits beschlossen ist die Satzung mit den Vereinszielen: Entwicklung und Etablierung der Defensionskaserne als Kultur- und Kommunikationsort durch kurz-, mittel- und langfristige Nutzung.

Die Signale von Stadtentwicklern seien hoffnungsvoll, mit der Landesentwicklungsgesellschaft liefen Gespräche. Auch die heraufziehende Bundesgartenschau sei ein großes Geschenk, so Büchner.

Dass die Initiative zur Vereinsgründung von den Grünen angestoßen wurde und auch von Stadtpolitikern getragen werde, sieht sie nicht als Problem, sondern als Zusatzschub. "Es geht um bürgerschaftlichen Einsatz. Ausschließlich Privatpersonen haben den Verein gegründet."

Andere städtische Vereine hätten ihre Mitwirkung signalisiert. Mehrere Arbeitsgruppen sind in Vorbereitung. Geplant sei als erstes eine größere Auftaktveranstaltung. Für Büchner ist der Petersberg samt Kaserne "einer der wenigen Flecken, die noch gestaltet werden können."

Im Verein ist Marcus Welther Stellvertreter, Ronald Troué Schatzmeister, Inga Hettstedt und Alexander Thumfart sind Beisitzer.

Mehr zum neuen Verein steht im Internet auf www.kulturquartier-petersberg.de.