Brand in einer Werkhalle in Bischofferode

Bischofferode  64 Kameraden löschen Flammen in Bischofferode. Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf rund 200.000 Euro.

Rund 200.000 Euro Sachschaden sind die Folge eines Brandes, der gestern Vormittag Teile einer Werkhalle in Bischofferode zerstörte.  

Rund 200.000 Euro Sachschaden sind die Folge eines Brandes, der gestern Vormittag Teile einer Werkhalle in Bischofferode zerstörte.  

Foto: Eckhard Jüngel

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Genau eine Minute vor 10 Uhr schrillten gestern die Alarmglocken in Bischofferode und bei der Zentralen Leitstelle: In Bischofferode stand in der Thomas-Müntzer-Siedlung eine Werkhalle in Brand. 64 Kameraden von acht Feuerwehren eilten dorthin.

Die Flammen hatten sich im vorderen Bereich einer Halle einer Firma, die in der Oberflächenbearbeitung tätig ist, ausgebreitet. Recht schnell hatten die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle, dann auch zügig gelöscht. Allerdings hatte es eine so starke Rauchentwicklung gegeben, dass die Anwohner vor Ort und in der näheren Umgebung sogar über das Internet aufgefordert wurden, die Türen und Fenster geschlossen zu halten. „Auch Kabel waren in Brand geraten“, sagte Kreisbrandinspektor Mirko Lipinski, der sich ein Bild vor Ort machte.

Noch während der Löscharbeiten zogen andere Feuerwehrleute Maschinen ins Freie, brachten auch Sauerstoffflaschen von Schweißgeräten hinaus, um sie zu kühlen. Über dem betroffenen Teil der Werkhalle befinden sich Büroräume. Auch in diese zog der Qualm. „Wir haben eine Decke geöffnet und mit der Wärmebildkamera geprüft, ob sich Glutnester gebildet haben“, so Lipinski. Glücklicherweise sei das nicht der Fall gewesen. Eine angrenzende Wohnung war durch eine Brandschutzmauer nicht von den Flammen betroffen.

Die Brandursache ist bereits geklärt, heißt es von der Polizei. Ersten Ermittlungen zufolge hatte sich bei Trennschleifarbeiten ein Behälter mit Waschbenzin entzündet. Infolgedessen kam es zum Brand in der Werkstatt. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden trotz der schnellen Hilfe auf rund 200.000 Euro. „Es sind einige Maschinen zerstört worden“, so Lipinski. Laut Polizei kam ein Mitarbeiter der Firma mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Zwei weitere Kanister mit Waschbenzin konnten ins Freie gebracht werden.

Der Kreisbrandinspektor und auch Einsatzleiter Mike Steinmetz, stellvertretender Ortsbrandmeister der

Landgemeinde Am Ohmberg, waren voll des Lobes wegen der Einsatzstärke. „Das war beispielhaft zu dieser Tageszeit. Chapeau!“, zollte Lipinski seinen Respekt. „Das ist nicht selbstverständlich“, nickte auch Steinmetz. „Es war alles vor Ort, was ging. Wir waren sehr gut aufgestellt“. Das könne auch damit etwas zu tun haben, dass man die Alarmierungsstrukturen etwas geändert und je nach Schadensereignis spezielle Stichworte eingeführt hat. So würden gleich mit der Erstalarmierung mehr Kameraden und Technik zum Einsatz geschickt, das spare eine Nachforderung, die viel wertvolle Zeit koste. Vor Ort waren die Wehren aus Bischofferode, Groß­bodungen, Holungen, Neustadt, Weilrode, Weißenborn-Lüderode sowie die Leinefelder mit der Drehleiter und die Worbiser Kameraden mit Großtankern. Die letzte Wehr konnte um 14 Uhr den Einsatz beenden.

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