Zwei Granaten auf der Feuerwehr-Baustelle in Arnstadt

Arnstadt  Am Dienstag ist bei Baggerarbeiten in Arnstadt Munition gefunden worden. Es kam zu einer dreistündigen Vollsperrung am Obertunk. Alle weiteren Erdarbeiten werden vom Munitionsbergungsdienst überwacht.

Bei den Erdarbeiten für das neue Feuerwehrgerätehaus am Obertunk wurden zwei russische Granaten gefunden. Eine von ihnen war komplett, bei der anderen fehlte der Zündkopf.

Bei den Erdarbeiten für das neue Feuerwehrgerätehaus am Obertunk wurden zwei russische Granaten gefunden. Eine von ihnen war komplett, bei der anderen fehlte der Zündkopf.

Foto: Robert Schmidt

Der 305. Einsatz der Arnstädter Feuerwehr in diesem Jahr war schon ein besonderer: Bei Bauarbeiten am neuen Feuerwehrgerätehaus am Obertunk wurden am Dienstag kurz vor 14.30 Uhr zwei munitionsähnliche Gegenstände in einer Tiefe von etwa einem halben Meter gefunden. Für Baggerfahrer Frank Bornemann von der Firma Strabag war es der erste Munitionsfund in seinem 25-jährigen Berufsleben.

Er blieb cool, ließ die Baggerschaufel oben, informierte sofort seinen Chef, der dann alles weitere in die Wege leitete: Feuerwehr und Polizei informieren, die dann für die Absperrung am Obertunk sorgten, was nicht bei jedem Arnstädter auf viel Freude und Verständnis stieß. Dann hieß es auf den ebenfalls informierten Munitionsbergungsdienst warten. Der rückte aus Gera an und war dann kurz nach 16 Uhr in Arnstadt.

Zwei 8,8-Zentimeter Panzergranaten

Die munitionsähnlichen Gegenstände entpuppten sich schließlich als zwei 8,8-Zentimeter Panzergranaten, die beide laut Stephan Jäger, dem Einsatzleiter der Feuerwehr und stellvertretenden Stadtbrandmeister von Arnstadt, auch noch funktionstüchtig – also scharf waren.

Eine Granate war komplett, bei der anderen fehlte der Zündkopf. Beide wurden geborgen. Das Ganze wird nun auch offiziell als Kampfmittelfund angesehen, das heißt, dass bei den weiteren Bauarbeiten für das Fundament des neuen Feuerwehrgerätehauses immer auch ein Mitarbeiter des Munitionsbergungsdienstes an Ort und Stelle sein muss, bis die Erdarbeiten abgeschlossen sind. Zum einen, weil eben jener Zündkopf noch fehlt, zum anderen aber auch, „weil ja im Augenblick niemand weiß, ob da noch mehr im Boden liegt“, so Jäger gegenüber unserer Zeitung.

Sperrung wurde gegen 17.30 Uhr aufgehoben

Nach seinen Angaben geht derzeit keinerlei Gefahr von dem fehlenden Zündkopf aus, „der kann alleine nicht explodieren“. Nach jetzigem Erkenntnisstand handelt es sich bei den beiden am Dienstag gefundenen Granaten um Granaten russischer Bauart. Gegen 17.30 Uhr konnte dann die Sperrung wieder aufgehoben werden.

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