Jeder Dritte schämt sich für Jugendsünden im Internet

Berlin  Laut einer Umfrage haben drei Viertel der Deutschen noch ein Konto bei einer Social-Media-Seite, das sie längst nicht mehr nutzen. Manchmal gibt es dort noch peinliche Fotos, die im Berufsleben unangenehme Folgen haben könnten.

Wer sich als Jugendlicher in einem sozialen Netzwerk verewigt hat, darf sich Jahrzehnte später nicht wundern, wenn Personalabteilungen bei Bewerbungen fündig werden – und ihre eigenen Schlüsse ziehen (Symbolfoto).

Wer sich als Jugendlicher in einem sozialen Netzwerk verewigt hat, darf sich Jahrzehnte später nicht wundern, wenn Personalabteilungen bei Bewerbungen fündig werden – und ihre eigenen Schlüsse ziehen (Symbolfoto).

Foto: Andrea Warnecke/dpa

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Erinnert sich noch jemand an „GeoCities“? Die erste große Social-Media-Plattform startete vor knapp 25 Jahren im Internet. Das Prinzip funktioniert bis heute: Menschen teilen in Online-Gemeinden ihre Ansichten, ihre Hobbys, ihr Privatleben, Fotos, Videos.

Eine Generation lebt also inzwischen mit sozialen Online-Medien – und blickt inzwischen zurück auf einen Ort der Jugendsünden.

Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Virenschutz-Herstellers McAfee haben drei Viertel der Deutschen noch irgendwo ein Konto bei einer Social-Media-Seite, das sie längst nicht mehr nutzen, dessen Passwort sie längst vergessen haben und dessen Daten sie auch nicht zu löschen versucht haben.

Das Problem dabei: Ein Drittel gibt an, dass sich dort noch Fotos oder Tagebucheinträge befinden könnten, die ihnen heute peinlich sind. Feucht-fröhliche Partys, peinliche Klamotten, Beleidigungen in hitzigen Debatten, Liebesschwüre, die man eigentlich am liebsten vergessen würde.

Doch das Internet vergisst nichts. Die Sicherheitsexperten von McAfee warnen: Wer sich als Jugendlicher dort verewigt hat, darf sich Jahrzehnte später nicht wundern, wenn Personalabteilungen bei Bewerbungen fündig werden – und ihre eigenen Schlüsse ziehen.

Die Umfrage unter 1000 Internetnutzern in Deutschland – mehr Details zur Methode gibt McAfee nicht preis – verknüpft das Unternehmen freundlicherweise mit Praxistipps für die professionelle Selbstdarstellung im Internet: Regelmäßig alte Daten wieder löschen, auf die Sicherheitseinstellungen der jeweiligen Seite achten, Passwörter nicht mehrfach verwenden.

Die wichtigste Lebensweisheit – die sicher auch außerhalb des Internets gilt – ist aber: Besser zweimal nachdenken, bevor man etwas postet.

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