Drachenstarkes Drachenfest vereint mehrere Nationalitäten

Jugendhaus am Erfurter Wiesenhügel wird unterstützt vom Ladies Circle und der Alternative 54

Sieht gemütlich aus, ist aber anstrengend, wie Sherfan (links) und Eddy beim Drachenfest im Jugendhaus Wiesenhügel feststellten. Foto: Lydia Werner

Sieht gemütlich aus, ist aber anstrengend, wie Sherfan (links) und Eddy beim Drachenfest im Jugendhaus Wiesenhügel feststellten. Foto: Lydia Werner

Foto: zgt

Beim Drachenfest auf dem Wiesenhügel gab es früher mehr Drachen. Mehr los kann aber auf keinen Fall gewesen sein. Als kunterbuntes Gewusel präsentierte sich am Mittwochnachmittag das Jugendhaus drinnen und auf dem Freigelände draußen unter dem Motto „Wiesenhügel-Welt-Weit“. Eingeladen waren die Menschen aus der Nachbarschaft, aus dem Wohngebiet und die ständigen Jugendhausbesucher sowieso.

Auf der kleinen Bühne sorgten Tänzer, Musiker, Turner und andere Sportler für Unterhaltung. Zu Gast war unter anderem die Band „Immer wieder anders“ vom Jugendhaus am benachbarten Drosselberg. „Der Name Drachenfest ist geblieben, weil wir drachenstarke Angebote haben“, berichtet Jugendhaus-Chefin Katrin Leipold-Kuller mit einem Augenzwinkern. Sowohl kulinarisch, als auch bei den Beiträgen im Programm ging es ziemlich international zu. So war auch eine vietnamesische Tanzgruppe zu erleben.

Die „Alternative 54“ ist ein Verein der Landtagsabgeordneten der Linken, der gemeinnützige Projekte mit Spenden unterstützt. Zum Jugendhaus Wiesenhügel brachte André Blechschmidt einen Betrag von 350 Euro mit, damit die Veranstaltung ohne Geldsorgen über die Bühne gehen konnte.

Es gab aber noch weitere Unterstützer. Die Damen des Ladies Circle Erfurt haben wie angekündigt den Kontakt zum Jugendhaus gehalten. Für das Drachenfest mieteten sie zwei Sumoringer-Anzüge. Mit Sturzhelmen ausgestattet und den Gewicht und Masse vortäuschenden Anzügen am Leib konnten Besucher auf der kreisrunden Matte gegeneinander antreten. Gewonnen hat der Ringer, der seinen Kontrahenten zuerst auf den äußeren schwarzen Ring beförderte. Das erforderte Kraft und Geschicklichkeit. Wer einmal am Boden lag, kam allein nicht wieder auf die Füße. Fleißige Helfer mussten links und rechts ziehen.

Der erst im vergangenen Jahr gegründete Ladies Circle hatte auf Nachfrage vom Stadtjugendring den Tipp bekommen, sich auf dem Wiesenhügel zu engagieren.