Ende des Dornröschenschlafs im Dingelstädter Riethpark

Dingelstädt  Pläne für Gastronomie werden immer konkreter. Ab Sommer wird gebaut. Investor hat noch eine Überraschung.

David Hagedorn freut sich schon auf seine „Rieth Lounge“. Im Sommer soll der Startschuss für die Bauarbeiten fallen, und immer konkreter werden auch die Pläne für das Innere des neuen Pavillons.

David Hagedorn freut sich schon auf seine „Rieth Lounge“. Im Sommer soll der Startschuss für die Bauarbeiten fallen, und immer konkreter werden auch die Pläne für das Innere des neuen Pavillons.

Foto: E. Jüngel /Skizze: Waldhelm Gmbh

Kleine Teiche, dazu ein alter Baumbestand und ­jede Menge Grün. Der Dingelstädter Riethpark ist Natur pur. Doch nicht nur das. Seit über 100 Jahren ist er auch ein beliebtes Ausflugsziel. Was bislang fehlte: eine Gastronomie. Doch die soll es bald geben. Dafür will David Hagedorn, den viele Unstrutstädter von der Bauherrengemeinschaft Hagedorn, Völker, Tasch kennen, sorgen und den idyllischen Park aus seinem Dornröschenschlaf erwecken.

Statt Damen, die mit Sonnenschirmen auf den Wegen flanieren, sind es heute junge Mütter und Väter, die den Kinderwagen schieben, Pedalritter, die einen Abstecher vom Radweg machen, oder Gäste des Kerbschen Berges, die dem rund 10.000 Quadratmeter großen Areal einen Besuch abstatten.

In den vergangenen Monaten haben die Pläne von Investor David Hagedorn und dem beauftragten Architektur-Büro Waldhelm immer mehr Gestalt angenommen. „Spätestens im August, September will ich bauen“, sagt der Unternehmer, dem man anmerkt, dass er am liebsten gleich loslegen würde. Genau vor Augen hat er schon den eingeschossigen Pavillon mit viel Glas und Blick auf die Teiche und das grüne Herz. Spätestens im Frühjahr 2020 soll die Eröffnung gefeiert werden.

David Hagedorn hat ein Ziel. Er möchte einen Bogen schlagen zwischen der Natur, moderner Architektur und eben einer Gastronomie. Fest steht schon jetzt für ihn, dass es auch nicht nur ein zeitweiser Gaststättenbetrieb am Wochenende sein wird, sondern mehr. Schließlich gibt es Platz für bis zu 160 Gäste. Auf Fotos von früher sah der Investor hübsche Damen in langen Kleidern, sie könnte es bald wieder in den Riethpark ziehen – als Bräute, die dann um einen beleuchteten Teich mit dem Mann fürs Leben spazieren.

Spanischer Wein und besonderes Flair

Dass er selbst gegen den Trend schwimmt beim momentanen Gaststättensterben, weiß er. „Es braucht Mut und ein Konzept“, sagt Hagedorn klar. Beides hat der Eichsfelder und Ideen für seine „Rieth Lounge“. Denn zu dem kulinarischen Angebot und etwas Kultur lässt er sich in Spanien einen eigenen Wein herstellen. Dazu kommen handgeschöpfte Salze mit verschiedenen Mischungen und aus dem eigenen Olivenhain ein Öl. „Ich setze auf eine nachhaltige Eigenmarke“, erklärt der Unternehmer, der nichts Elitäres, aber doch etwas Besonderes will. ­„Etwas, das sich schon von anderen abhebt.“ Die Produkte sollen in dem Objekt auch verkauft werden.

Da Einheimische und Gäste im Riethpark bislang auf Speis und Trank verzichten mussten, müssen sie erst wieder mit einer Bewirtung dort vertraut gemacht werden. Um zu zeigen, dass es bald ganz neue Möglichkeiten gibt, lädt David Hagedorn am Vatertag ab 14 Uhr zu einem Besuch ein. Um wetterunabhängig zu sein, wurde ein großer Pavillon angeschafft, der 200 Personen Platz bietet. An zünftiger Musik mit den Bickenrieder Blasmusikanten soll es auch nicht fehlen, schließlich ist Feiertag, und es soll gefeiert werden. Schritt für Schritt erfüllt sich der Bauunternehmer, der schon immer ein Restaurant haben wollte, seinen großen Traum. „Eine Konkurrenz zu bestehenden Einrichtungen will ich nicht sein“, sagt er und ist gespannt, wie die Dingelstädter, die Eichsfelder und Gäste seine doch nicht ganz alltägliche Idee finden. Bis zur offiziellem Eröffnung sind daher immer wieder zu besonderen Anlässen Veranstaltungen geplant.

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