Ilmenauer Studenten arbeiten an einer Internetseite für den Denkmaltag

Ilm-Kreis  Der Ilm-Kreis verabschiedet sich von der seit 1993 gedruckten Broschüre zum Denkmaltag. Ilmenauer Studenten erstellen als Ersatz eine Internetseite. Ein Flyer wird Anfang August trotzdem verteilt.

Die Ilmenauer Studentinnen Rebecca Bohn, Johanna Nikolay, Ricarda Lamberti, Cora Döring und Jessica Ehrmann (von links) bereiten derzeit einen kostenloser Flyer und eine Internetseite zum Denkmaltag vor.

Die Ilmenauer Studentinnen Rebecca Bohn, Johanna Nikolay, Ricarda Lamberti, Cora Döring und Jessica Ehrmann (von links) bereiten derzeit einen kostenloser Flyer und eine Internetseite zum Denkmaltag vor.

Foto: Hans-Peter Stadermann

Seit 1993 gab es die Broschüre für den Denkmaltag im Ilm-Kreis – in den letzten elf Jahren immer von Studenten der Technischen Universität Ilmenau gestaltet. Eine Broschüre wird es zum diesjährigen Denkmaltag am 9. September nicht mehr geben. Bewerben werden den Tag aber weiterhin Studenten der TU – sechs junge Frauen und ein junger Mann, allesamt künftige Medienwissenschaftler und Studenten ab dem sechsten Semester.

Sie bereiten derzeit einen kostenlosen Flyer und eine Internetseite vor, beides soll einen Monat vor dem Denkmaltag, der in diesem Jahr unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“ steht, fertig sein. Auf der Internetseite wird es dann auch Verknüpfungen mit Facebook- und Instagram-Acounts geben. „Wir wollen damit vor allem eine jüngere Zielgruppe für den Denkmaltag begeistern“, sagte Cora Döring, die Projektleiterin der Studentengruppe, am Mittwoch im Arnstädter Landratsamt.

Die Idee, weg von der Broschüre und hin zu modernen Medien, kam von den Studenten selbst, sie ist aber auch durch die hohen Druckkosten und einem relativ geringen Verkauf der Broschüren in den letzten Jahren begründet. Auch gab es Probleme mit der Versicherung der Studenten, die für die Broschüre quer durch den Landkreis fahren mussten, um die Objekte zu fotografieren und deren Inhaber zu interviewen.

Auf der Internetseite werden natürlich auch wieder alle teilnehmenden Gebäude vorgestellt, derzeit gibt es 36 Anmeldungen, das werden aber bis zum 15. Mai, dem Stichtag für die Anmeldung, sicherlich noch mehr. Außerdem will man dort unter anderem eben auch Angebote für Wanderer oder Radfahrer einstellen – vielleicht vor allem für junge Familien interessant. Auf dem Flyer wiederum sollen alle Höhepunkte vorgestellt werden, dort ist dann auch eine Karte mit den Denkmalen zu finden. Wie viele gedruckt werden, können die Studenten derzeit noch nicht sagen, das hängt von den Druckkosten ab, das Budget dafür liegt zwischen 2500 und 3000 Euro.

Ob dieser nun neu eingeschlagene Weg auch gut angenommen wird, muss man abwarten. Schon einmal verabschiedete sich der Landkreis von einer Broschüre – der Abfallfibel – und musste dann nach nur einem Jahr ohne sie feststellen, dass das keine gute Idee gewesen war. Beim Denkmaltag hofft man, mit dem Flyer und der Internetpräsentation mehr Erfolg zu haben. Einigen wird die Broschüre trotzdem fehlen, hatte sie doch mittlerweile fast schon so etwas wie einen Sammlerwert.

Unverändert bleibt es auch 2018 beim Ausloben des gut dotierten Denkmalpreises und der Auszeichnung von Privatpersonen oder Vereinen, die sich im Ilm-Kreis um Denkmale oder Heimatgeschichte kümmern.

Die Internetseite zum Denkmaltag im Ilm-Kreis findet man unter www.denkmaltag.ilm-kreis-unterwegs.de

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