Gothas Verbindung zur Skat-Stadt Altenburg

Gotha. Die Stadt Altenburg gilt als Skathauptstadt der Welt, nicht zuletzt durch die bekannten Blätter der Altenburger Spielkartenfabrik. Irgendwann zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde dort das Skatspiel erfunden, heißt es. Und so feierte die Stadt am vergangenen Wochenende das Jubiläum 200 Jahre Skat. Das sinnfällige Motto lautete: Altenburg reizt.

Das Skatspielen hatte sich auch frühzeitig im Gothaer Land durchgesetzt. Archiv-Foto: Alexander Volkmann

Das Skatspielen hatte sich auch frühzeitig im Gothaer Land durchgesetzt. Archiv-Foto: Alexander Volkmann

Foto: zgt

Als das Skatspiel erfunden wurde, war Altenburg eng mit Gotha verbunden. Beide Städte bildeten ja bekanntlich das Herzogtum "Sachsen-Gotha-Altenburg". Schon zu Zeiten Ernst des Frommen kam Altenburg als Erbteil in seinen Besitz. Und nach dem Aussterben der Gotha-Altenburger Linie fand ein großer Ländertausch im Thüringer Land statt: das Haus Coburg trat die Nachfolge in Gotha an, während Altenburg als eigenständiges Herzogtum weitergeführt wurde.

Das Skatspielen hatte sich auch frühzeitig im Gothaer Land durchgesetzt. Das belegt auch ein historisches Foto, das uns unsere Leser Siegfried Göpel aus Gotha zu Verfügung gestellt hat. Es zeigt vier Männer beim Skatspiel unter den Arkaden des Schlosses Friedenstein. Die Thüringer Fahne dient als Tischdecke. Einer davon ist Albin Göpel, der Urgroßvater von Siegfried Göpel. Er war Schlossgardist und unter Herzog Carl Eduard Kammerdiener, lebte von 1860 bis 1942 und wohnte in der Brunnenstraße 17.

Albin Göpel, ein großer stattlicher Mann und "gothsches Original", war hochdekoriert und ziemlich eng vertraut mit der Herzogin Victoria Adelheid.

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