Laienspiel und Feuerwerk zum Auftakt der Kirmes in Oberweißbach

In Oberweißbach wird 45. Kirmes gefeiert. Der Dienstag Tag gehört Kindern. Großes Finale ist dann am kommenden Wochenende.

Mit viel Aufwand gestaltet der Oberweißbacher Kirmesverein den Start der Festtage. Foto: Norbert Kleinteich

Mit viel Aufwand gestaltet der Oberweißbacher Kirmesverein den Start der Festtage. Foto: Norbert Kleinteich

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Oberweißbach. In der und rund um die Festscheune feiern die Oberweißbacher mit ihren ­Gästen seit vergangenem Freitag bis zum kommenden Sonntag die 45. Kirmes.

Die Gründung der Kirmes­gesellschaft erfolgte 1969 durch Peter und Georg Jahn, um die Tradition der Kirchweihfeste aufrecht zu erhalten. Insgesamt fanden sich 38 Oberweißbacher, die den damaligen Verein bildeten. Zum Kirmesvorstand gesellten sich in den Folgejahren Kirmesvater mit Kirmespuppe und Kirmespfarrer. Der Kirmesvater führt seitdem den Verein und die Kirmesgäste durch die ­Kirmeswoche.

Captain Sparrow und der Fluch der Talsperre

Zum Auftakt der Kirmes 2014 präsentierten die Oberweißbacher der Kirmesverein ähnlich den Nachbarn aus Meuselbach ein Laienspiel. Den Stoff dafür liefern Märchen und andere Geschichten oder Anlässe, gespickt mit aktuellen Themen und reichlich Klamauk. Mit dem Erscheinen der Kirmespuppe als Symbol der beginnenden Festtage ist die Kirmes eingeläutet. Bei der Abendveranstaltung am vergangenen Samstag stand der Piratenfilm "Fluch der Karibik" für das Kirmesthema "Fluch der Leibis-Talsperre" Pate. Kapitän David Jones (Klaus-Peter Walther) war mit seinem Schiff in der Talsperre vor Anker gegangen, um für seine Crew bei Naturfleisch Essen zu besorgen. Auf dem Weg durch den Wald begegneten ihm eine Kräuterhexe (Peggy Neupert), der schwarze Doktor (Caroline Ehle), zwei Jogger (Uwe Ruhland und Christian Neupert), ein Benzindieb (Bettina Neupert) und der Piraten-Captain Jack Sparrow (Morris Walter). Der Pirat wurde schließlich von ­Jones‘ Crew (Kinder des Kirmesvereins) überwältigt, bevor er das Schiff übernehmen konnte. Als dann der Ausguck herabfiel, kam darin die Kirmespuppe zum Vorschein, womit die Kirmes als eröffnet galt.

Zum 45. blicken die Vereinsmitglieder um Kirmesvater ­Michael Ciupa auf eine Reihe interessanter und witziger ­Themen zurück, mit denen die Kirmes jeweils startete. So gab es "Hertas Gaststätte" (1982), "Max und Moritz" (1997), "Die Schlümpfe" (1994), "Der Wilddieb" (1998) und einige mehr. Und im vergangenen Jahr gruselte es mit "Graf Dracula".

Die "Oldfashion Rockband" aus Dillstädt gab dann am Samstagabend den Ton an, und dazwischen verkündete ein spektakuläres Höhenfeuerwerk mit Musik den Kirmesbeginn.

Der Sonntag startete mit dem Festgottesdienst in der Hoffnungskirche. Am Nachmittag hatten Jung und Alt mit Visek aus Böhmen Spaß und wurden außerdem mit flotter Tanzmusik unterhalten. Marions Papageienshow und Clown Ralfi aus Kirchberg (Sachsen) begeisterten nicht nur die Kinder. Viele bunte Luftballons starteten mit Helium gefüllt zum Wettflug in den Himmel. Im vergangenen Jahr war der Ballon von Niki-Michéle Neupert bis nach Bremerhaven geflogen und gewann den Wettbewerb 2013. Insgesamt legte der Ballon somit 452 Kilometer zurück.

Mehr Besucher als im vergangenen Jahr

Ciupa begrüßte das bisherige Interesse der Gäste, die zahlreicher als im Vorjahr Einzug hielten. Unter die Besucher mischten sich auch Martin und Helga Breternitz, die erstmals nach 25 Jahren wieder den Weg zur Oberweißbacher Kirchweih fanden. Und vielleicht tun es ihnen in den kommenden Tagen viele andere gleich, so zur Kinder­kirmes am Diennstag ab 15 Uhr, dem Original Wißbcher Scharpsch am Donnerstag, zum Mundartstammtisch am Freitag und beim Programm am Wochenende.

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