Sömmerdaer Mediziner bei Weltspielen

Sömmerda  Auf Malta wetteiferten auch zwei Ärzte aus dem DRK-Krankenhaus Sömmerda um Medaillen und Plätze

Kardiologe und Schwimmer Anton Rajewski

Kardiologe und Schwimmer Anton Rajewski

Foto: privat

Vom 16. Juni bis zum 23. Juni 2018 fanden die diesjährigen Weltspiele der Mediziner („World Medical and Health Games“) auf Malta statt. Rund 1400 Athleten aus 42 Ländern traten in 27 Sportarten bei herrlichen mediterranen Bedingungen an.

Mit von der Partie waren in diesem Sommer zwei ärztliche Kollegen vom DRK-Krankenhaus Sömmerda, berichtet Peggy Wiegand.

Während sich der kardiologische Bereichschefarzt Dr. Anton Rajewski bereits zum sechsten Mal mit den stärksten Kollegen aus der ganzen Welt messen wollte, war es für die leitende Oberärztin der Chirurgie, Dr. Cornelia Morgner, die erste Teilnahme an der Mediziner-Olympiade.

Sömmerdaer Ärzte sammeln Medaillen

Die ehemalige DDR-Meisterin ging in ihrer Lieblingsdisziplin, dem Orientierungslauf über 5 Kilometer, an den Start und ließ der Konkurenz nicht einmal den Hauch einer Chance: Die 46-Jährige gewann ganz souverän gleich ihre erste Goldmedaille.

„Es hat unheimlich Spaß gemacht, wieder wie in jungen Jahren mit einem Kompass am Handgelenk von Posten zu Posten zu rennen“, so die Chirurgin. „Nur die Karten stammten offenbar nicht vom OL-Verband, sondern von irgendwelchen Schiffskapitänen“, lacht die ehemalige Leistungssportlerin in dieser Disziplin.

In ihrem anderen Wettkampf, im Crosslauf über 9 Kilometer, musste sich Cornelia Morgner nur einer Kollegin aus Ungarn geschlagen geben und gewann Silber. Von diesem Erfolg beflügelt, hat sie die erneute WM-Teilnahme im nächsten Sommer in Montenegro bereits fest eingeplant. „Ich werde meinen Mann weichklopfen, mit mir bis an die Adria zu segeln und dort auch an der Regatta teilzunehmen!“, verrät die Allrounderin.

Der Ärzte-WM-Routinier Anton Rajewski war bereits 2005 zum ersten Mal bei den „Medigames“ gestartet. Der aktive Schwimmer und Wasserballer wollte auch in diesem Jahr unbedingt dabei sein. „Der größte Ansporn war für mich meine Frau, die im Winter bei der Weltmeisterschaft der Ärzte im Skilanglauf Gold gewann“, schmunzelt der 49-jährige Kardiologe.

Zumindest bei der Anzahl der Medaillen hatte der ehrgeizige Mediziner im familieninternen Wettkampf die Nase vorn: mit einmal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze fischte er an vier Wettkampftagen vier Medaillen aus dem Becken.

„Die Schwimmstrecken sind sehr unterschiedlich: vom 50m-Sprint in der Staffel über 100 m im Einzelssprint bis zu 1500 m als längster Distanz im Becken war alles dabei, dazu noch 200 m Lagen als ,all inclusive‘-Zugabe. Dies machte das Trainingsprogramm besonders anspruchsvoll. Da musste ich die Wasserballschnelligkeit durch die Ausdauereinheiten im Becken und im Freiwasser ergänzen“, erzählt Rajewski über seine Vorbereitung.

„Was ich an den Medigames so mag, ist das Wiedersehen mit Freunden aus aller Welt und die lockere Atmosphäre rund um die Spiele. Außerdem macht es viel Spaß, bei der Verständigung von einer Fremdsprache zur anderen zu wechseln“, schwärmt der russischstämmige Arzt.

„Aktiver Wettkampfsport hat noch nie dem Arztberuf geschadet. Im Gegenteil, man braucht ja die Kondition für die langen OPs und die anstrengenden Dienste“, resümieren beide Fachärzte mit Augenzwinkern.

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