AfD befürchtet im Kreis Nordhausen den Bankrott vieler Gaststätten

Nordhausen.  Südharzer Regionalverband beklagt den verlängerten Lockdown und kritisiert die Bundesregierung.

Andreas Leupold ist Sprecher des Regionalverbandes der AfD.

Andreas Leupold ist Sprecher des Regionalverbandes der AfD.

Foto: Lisa Martin

Scharfe Kritik an Bundes- und Landesregierung übt der Nordhäuser Regionalverband der AfD. Die Verlängerung des Teil-Lockdowns zeuge davon, „wie wenig Versprechen in der Politik noch gelten“, meint Andreas Leupold, Sprecher des Regionalverbandes. Im Oktober sei verkündet worden, dass lediglich im November das öffentliche Leben erneut gedrosselt wird.

„Besonders bedrohlich schätzen wir die momentane Lage für die Gastronomie ein“, unterstreicht Leupold. Diese „bereits im November ausgebremste Branche“ leide am stärksten unter den Umsatzeinbußen. „Obwohl doch über Monate hinweg effektive Hygienekonzepte praktiziert worden sind und laut Robert-Koch-Institut die Gastronomie nicht zu den Treibern des Infektionsgeschehens zählt“, sagt Leupold. Ähnliches gelte für den Kunst- und Kultursektor. „Wenn nun noch das lukrative Dezembergeschäft wegbricht, bedeutet das für viele Gaststätten den wirtschaftlichen Bankrott, auch in unserem Landkreis“, befürchtet der AfD-Sprecher.

Als besonders brisant erweise sich die Frage, „wie beliebig oft der momentan geltende Ausnahmezustand noch verlängert werden soll“, erklärt Leupold. „Irgendwann finden wir uns in einem Land wieder, in dem der Ausnahmezustand zur Permanenz geworden ist.“ Dies würde das Ende der bürgerlichen Freiheit bedeuten.