Drei Tage lang himmlische Hilfe für den Pfarrgarten von Herz Jesu

Weimar  Helfer nehmen bei sozialer Aktion Bolzplatz, Sandkasten und Zaun in Angriff. Ganze Gemeinde steht hinter der Idee

Während Wolfram, Johanna und Gabriel im fairen Aktionsshirt aus Bio-Baumwolle im Vordergrund Stühlen einen frischen Anstrich verpassen, ist im Hintergrund erkennbar, wie schön bunt der einst dunkelbraune Zaun wird.

Während Wolfram, Johanna und Gabriel im fairen Aktionsshirt aus Bio-Baumwolle im Vordergrund Stühlen einen frischen Anstrich verpassen, ist im Hintergrund erkennbar, wie schön bunt der einst dunkelbraune Zaun wird.

Foto: Susanne Seide

Was haben Harrislee im Norden von Schleswig-Holstein, Villarrica im Süden von Chile und der Pfarrgarten der Weimarer Herz-Jesu-Gemeinde gemeinsam? Dort läuft seit Donnerstag „Uns schickt der Himmel – die 72-Stunden-Aktion des BDKJ“. Diesen richtet bundesweit der Bund der Deutschen Katholischen Jugend mit seinen Diözesan- und Jugendverbänden aus. Ziel ist, dass sich die jungen Leute sozial engagieren.

In Weimar hat sich die gesamte Herz-Jesu-Gemeinde hinter die Idee gestellt und unterstützt ganz handfest ihre Pfarrei-Jugend und die Pfadfinder. Nachdem die Gemeinde bei „72 Stunden“ und anderen Sozialaktionen etwa den kompletten Sand des einstigen Spielplatzes hinter dem früheren Bauhaumuseum am Theaterplatz ausgetauscht hat, nimmt sie sich diesmal den Pfarrgarten vor, der deutlich kinderfreundlicher wird.

Am ersten Tag nahmen sich die Helfer vor allem den langen, hohen, undurchsichtigen und komplett dunkelbraunen Holzzaun vor. Er wurde abgekärchert, abgeschliffen und grundiert. Am Freitag war bereits zu erkennen, dass er mit reichlich Farbe künftig viel freundlicher wirkt. Fröhliche Häuser entstanden, die am heutigen Samstag Fenster erhalten sowie eventuell als Ergänzung Bäume oder Tiere. Das große Tor hingegen zeigt sich zur optischen Abgrenzung dann im Streifen-Design.

In wechselnden Besetzungen mit jeweils acht bis zehn Freiwilligen wurde am Freitag auch der dickste Brocken in Angriff genommen: Die Bolzfläche sollte endlich von ihrem Rasenkies befreit werden. Der lässt zwar das Wasser gut durch, war aber angesichts der großen Steine darin eine ständige Verletzungsquelle für spielende Kinder. Mithilfe einer Firma samt Bagger wurde der Boden 15 Zentimeter abgetragen und frischer Mutterboden aufgebracht. Bis Freitagnachmittag war der Platz bereits geebnet, wurden die Grassamen ausgestreut und alles mit einer Walze befestigt. Auch der Schlauchwagen für das erste Bewässern stand bereit, damit die Kinder schnell das Gras wachsen sehen und sich noch mehr auf ihren neuen Platz freuen.

Als dritte Aufgabe soll der Sand im großen Sandkasten, den Helfer gestern von Grasbüscheln, Steinen und Rindenstücken befreit haben, am heutigen Samstag zu Ende gereinigt und kräftig durchgerecht werden.

Vom Engagement der Jugendlichen und ihrer Helfer um den „Bauleiter“, Gemeindereferent Eberhard Eckart, profitieren die Ministranten und Pfadkinder, der benachbarte katholische Kindergarten St. Elisabeth, die Vater-Mutter-Kind-Gruppe sowie auch viele Projekte unter freiem Himmel. Zum Abschluss der Aktion und ein wenig auch, um sie zu finanzieren, findet nach dem Sonntagsgottesdienst (Beginn 10 Uhr) ein Kuchenverkauf im Pfarrgarten statt.

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