Einweihung bei Schweinebraten und Freibier

Weißensee.  Kaum zu glauben: Vor acht Jahren wurde der Radweg von Weißensee Richtung Sömmerda geplant, nun erfolgt der 1. Spatenstich.

Vereint vollzogen Bauherr und Vertreter von Planungs- und Bauunternehmen den symbolischen ersten Spatenstich für den neuen Radweg.

Vereint vollzogen Bauherr und Vertreter von Planungs- und Bauunternehmen den symbolischen ersten Spatenstich für den neuen Radweg.

Foto: Ina Renke

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Was lange währt, wird gut. Wenn der oft zitierte Spruch auf etwas zutrifft, dann auf den Radweg von Weißensee in Richtung Sömmerda. Gestern wurde der erste Spatenstich an der Sömmerdaer Straße, in Höhe des städtischen Bauhofes, vollzogen. Da kam es auf fünf Minuten auch nicht an. Der Zeitvergleich auf Handys und Uhren gebot dennoch Eile. „Also fangen wir an“, erhob Bürgermeister Matthias Schrot das Wort. Er freue sich, dass nach acht Jahren der Planung, Verwerfung und Umplanung nun endlich der Bau des Radweges beginnen könne. Wird das überhaupt noch was, habe sich mancher nach den vielen Widrigkeiten gefragt.

8 Jahre Planung, ein halbes Jahr Bau

Ein Lied davon singen kann auch Planer Thomas Kleb vom Ingenieurbüro Kleb Erfurt. Sicher wäre der Weg

nach Sömmerda vier Kilometer kürzer gekommen, wenn man die Unstrut in Höhe der Kläranlage Wenigensömmern mittels einer Brücke gequert hätte. Doch nicht um jeden Preis. Mit der jetzigen Variante könne man auch leben. Dafür wurde umgeplant und der Radweg in Richtung Unstrutbrücke Leubingen trassiert. Wenn er fertig sei, werde man gebührend feiern. Kleb versprach für die Übergabe Anfang Juli ein Schwein – ein totes natürlich. „Dann aber ein großes“, wünschte sich der Bürgermeister, der seinerseits ein großes Fass Bier spendieren wolle.

Egbert Thieme vom bauausführenden Unternehmen Melio-Bau GmbH Laucha erklärte, er wolle in nichts nachstehen und sich ebenfalls gebührend an der Einweihungsfeier beteiligen. Sicher sei der November nicht der typische Monat für einen Baubeginn, er sei sich aber sicher, dass das Bauen schnell gehen könne, wenn das Wetter mitspielt. Der so gepriesenen Einweihung möchten auch die radbegeisterten Familien Hesse und Orlishausen beiwohnen. „Unsere Radtouren gehen immer dahin, wo es die beste Wurst gibt“, scherzte Manfred Orlishausen. Nach Bahnhof Heldrungen, Büchel oder Sömmerda. Die Fahrt auf den Landstraßen bis zum Unstrut-Radweg sei kreuzgefährlich. Alle freuen sich auf die sichere Route ab dem Frühsommer.

6 Kilometer bis Unstrut-Radweg

Der nunmehr rund sechs Kilometer lange Radweg führt ab dem städtischen Bauhof entlang der Sömmerdaer Straße bis vor die Bahngleise. Bis dahin sei der Radweg ein Mischweg. Er diene der Anbindung des neuen kleinen Wohngebietes, erklärte Matthias Schrot. Hierbei ist auch das Weißenseer Bauunternehmen Köhler-Bau mit im Boot. Der Radweg biegt nach einem Stück entlang der Gleise nach Schönstedt ab. Dann geht er über die Flur, tangiert Scherndorf und führt weiter zur Unstrutbrücke Leubingen. Hier wird der neue, asphaltierte Radweg an den Unstrut-Radweg angebunden. Rund 1,1 Millionen Euro wird der neue Radweg kosten - zuzüglich Kosten für Ausgleichsmaßnahmen und Baunebenkosten. Fördermittel stehen seit drei Jahren bereit und wollen endlich abgerufen werden.

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