Evangelische Grundschule Eisenach startet eigene Mitfahrzentrale

Eisenach. Die evangelische Grundschule beteiligt sich so auch an der Aktion "Autofasten". Ziel ist es, mehr Fahrgemeinschaften für Kinder zu bilden.

Amalia, Anna, Pia, Miriam, Josephine, Johanna, Mika und Malin und Mika präsentierten am Dienstag auf der Internetseite das neue Mitfahrportal. Foto: Katja Schmidberger

Foto: zgt

"Wir wollten viel und viele erreichen", erklärt Manja Güldenpfennig als Leiterin der evangelischen Grundschule in Eisenach ihr neues Projekt.

Die Schule hat seit Dienstag eine eigene Mitfahrzentrale und beteiligt sich auf diese Weise auch an der "Autofasten"-Aktion des Vereins Bus & Bahn und der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland.

Der Begriff "Autofasten" erklärt sich von selbst: Angeregt werden sollen Menschen in der Fastenzeit - also von Aschermittwoch bis Karsamstag - öfter mal das Auto stehen zu lassen und aufs Fahrrad, Busse, Bahn oder Carsharing umzusteigen.

Die Schule geht noch weiter, vorerst bis Schuljahresende. Ziel ist es, dass Eltern für die Kinder Fahrgemeinschaften bilden, um so den Autoverkehr - auch direkt an der Schule - zu minimieren und auf diese Weise den CO2-Ausstoß zu senken.

Viele Kinder haben ja den gleichen Schulweg. Der Großteil wird jedoch laut einer Vorabumfrage an der Schule einzeln mit dem Auto zum Unterricht gefahren und wieder abgeholt. Doch Manja Güldenpfennig, die Lehrer, Erzieher und das 16-köpfige Kinderparlament wollten daran etwas ändern.

Wer in die Grundschule in der Thälmannstraße geht, kommt nicht nur aus der Stadt Eisenach und ihren Ortsteilen. Schüler wohnen ebenfalls im Wartburgkreis und in angrenzenden Landkreisen. Wie Amalia, die in Dankmarshausen lebt und deren Vater sie täglich nach Eisenach fährt. Er ist einer der Ersten, der eine Mitfahrgelegenheit auf dem Portal anbietet. Wer will, kann sehen, wann Amalias Vater frühmorgens mit ihr zu Hause startet und welche Route durch welche Orte sie fahren.

Mitfahrzentrale fördert Fahrgemeinschaften

Die Mitfahrzentrale, die nur für Eltern der evangelischen Grundschule vorgesehen ist, ist über die Internetseite der Schule erreichbar und soll den Kontakt zwischen den Eltern erleichtern. Zum einen können diese ihre Fahrten angeben oder auch Mitfahrmöglichkeiten für ihre Kinder suchen.

Seit 2010 ist die evangelische Grundschule auch eine Umweltschule, hat unter Leitung von Susann Tanne eine Steuerungsgruppe und schon viele bemerkenswerte Projekte umgesetzt. So gibt es seit einer Weile für alle keine Wasserflaschen mehr. Die staatlich anerkannte Ersatzschule hat in einen Leitungshahn einen Filter einbauen lassen. "Die Kinder trinken nun gefiltertes Leitungswasser aus Glaskrügen", so die Lehrerin.

Themen wie Energie, Abfall, gesunde Ernährung, Eine Welt und Verkehr werden immer wieder bearbeitet, Ideen werden vom Kinderparlament und der Projektgruppe entwickelt. Wie Susann Tanne erzählt, wird zum Beispiel auch darauf geachtet, dass möglichst viele Wege zu Fuß erledigt werden. "Sehr oft laufen wir zum Schwimmunterricht", schildert sie.

Während der Laufzeit des neuen Mitfahr-Projekts dokumentieren die Schüler die CO2-Einsparung und berichten darüber auf der schulischen Internetseite."Unsere Kinder sind die Eltern von morgen", wirbt Susann Tanne für mehr Nachhaltigkeit.

Zu den Kommentaren