Gehobene französisch-spanische Küche

Erfurt.  Das Edel-Restaurant Catalana gibt es nicht mehr. Der Nachfolger heißt Estima und bietet gehobene französisch-spanische Küche.

Jan Hendrik Feldner betreibt das Estima als Catalana-Nachfolger seit November  2019 in der Allerheiligenstraße 3.

Jan Hendrik Feldner betreibt das Estima als Catalana-Nachfolger seit November 2019 in der Allerheiligenstraße 3.

Foto: Michael Keller

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Etwas unscheinbar ist es schon – das neue Restaurant Estima in der Allerheiligenstraße 3. Seit Kurzem ist dort Jan Hendrik Feldner, ein in Erfurter Gourmetkreisen kein Unbekannter, neu an den Start gegangen. Man erinnert sich vielleicht – an das Catalana. Das hatte Feldner 2005 am Mainzerhofplatz eröffnet (heute residiert dort das „Stefados“). 2009 war er mit dem Edelrestaurant in den Markthof in der Marktstraße umgezogen und hatte gleich noch eine Tapas-Bar eröffnet. Seit April 2019 stand man dort aber vor verschlossener Tür zum Gewölbekeller. Feldner und sein Kompagnon Dieter Bauhaus hatten ein anderes Ziel ins Auge gefasst. Eine Mischung aus Pension und gehobener Restauration. Am Wenigemarkt. In dem Haus, in dem bis 2018 Erfurts Traditionsgasthaus „Zur Börse“ 133 Jahre lang gutbürgerliche Küche aus Thüringen serviert wurde.

Estima heißt Wertschätzung

Die Eröffnung wurde wieder und wieder verschoben. Im Mai 2019 habe sich abgezeichnet, dass das nichts werden wird. Das Gourmet-Projekt platzte. Und Feldner, früher Banker, inzwischen ganz Gastronom, sattelte um. In die Allerheiligenstraße. Mietvertrag, Umbau, Eröffnung im November. Name: Estima. Ist katalanisch. Auf Deutsch: Wertschätzung. Vor allem für gehobene Küche und besonderen Gaumenkitzel. Die Grundausrichtung in dem kleinen und recht unscheinbaren Edelrestaurant ist wie bisher – französisch-spanisch. „Aber auf noch höherem Niveau“, betont der 57-Jährige. Man habe die moderne, kreative Küche aus dem Catalana übernommen, aber die dort bislang gereichten Tapas draußengelassen. Für die sucht Feldner in der Innenstadt derzeit eine gesonderte Restaurant-Immobilie.

Zwölf Gerichte, aus denen Menüs komponiert werden können

„Wir bieten dem Gast kleine Gerichte, zwölf an der Zahl, die wahlweise zu einem Menü mit sieben, acht oder neun Gängen komponiert werden können. Unter der Rubrik Escabeche, was in der iberischen Küche so viel wie Marinade heißt, gibt es mariniertes Geflügel und Gemüse, unter Barbacao finden sich spezielle Grillgerichte. Die Karte wartet insgesamt mit auserwählten Zutaten wie Jacobsmuscheln, Wachteln, Gänseleber, Trüffel, Thüringer Lamm oder dem berühmten schwarzen iberischen Schwein auf. Was seinen Preis hat, denn den Genießern würden Speisen mit hoher Qualität, zubereitet mit ebenso hoher Handwerkskunst, serviert, so Feldner.

In der Woche gibt es ein Kennenlern-Menü

In der Woche kann man ein Kennenlern-Menü zu 35 Euro oder ein Menü (5-Gang: 52 Euro, 7-Gang: 69 Euro oder 9-Gang: 89 Euro) bestellen. Zubereitet von zwei sehr versierten Köchen – Sebastian Ernst und Jürgen Bürth. Ernst ist in hiesigen Breiten schon als Koch auf der Veste Wachsenburg tätig gewesen, ehe er in die Sterne-Gastronomie wechselte und vor sieben Jahren im Catalana anheuerte.

Das Estima hat 20 Plätze mit einem Chefs-Table

20 Plätze hat das Estima, darunter einen sogenannten Chefs-Table, an dem man den Köchen bei ihrer Kunst zuschauen kann. Geöffnet ist von Dienstag bis Samstag jeweils von 18 bis 22.30 Uhr. Tisch-Vorbestellungen sind angeraten.

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