Im Sömmerdaer Freibad läuft der Abriss

Sömmerda.  Bürgermeister Ralf Hauboldt (Linke) zieht in Einwohnerversammlung Resümee über Projekte dieses Jahres und gibt Ausblick auf 2020.

Am Sömmerdaer Freibad haben die Abrissarbeiten begonnen.

Am Sömmerdaer Freibad haben die Abrissarbeiten begonnen.

Foto: Peter Hansen

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Im Freibad am Rohrhammerweg in Sömmerda sind die ersten Baufahrzeuge angerückt. Mit zwei Baggern wurden die Abbrucharbeiten begonnen, die den ersten Schritt der geplanten Generalsanierung der Anlage darstellen. Für weitere Leistungen laufen gerade die Ausschreibungen, sagte Bürgermeister Ralf Hauboldt (Linke) am Dienstagabend in der Einwohnerversammlung auf die Frage eines Bürgers zum Stand der Arbeiten. Der Abriss werde sich bis ins nächste Jahr ziehen, dann soll die Neugestaltung beginnen und man hoffe, im Sommer 2021 das Freibad wieder nutzen zu können.

Baubeginn auf dem Gartenberg

Die Bad-Sanierung gehört zu den Projekten, die Hauboldt zuvor in einer ausführlichen Information der Bürger zum Stadtgeschehen aufgeführt hatte. Begonnen werden soll 2020 auch mit dem 1. Bauabschnitt auf dem Gartenberg. Der Eigenbetrieb Abwasser hat 520.000 Euro für den Neubau eines Mischwasserkanals vorgesehen.

Warum nicht wie ursprünglich geplant im nördlichen Teil des Gartenbergs mit dem Ausbau begonnen werde, fragte eine Einwohnerin. Christian Döring, Werkleiter des Eigenbetriebs, nannte dafür drei Gründe. Man beginne in der Mozartstraße bis zum Puschkinplatz, weil es für diesen Bereich wegen des bereits erfolgten Baus der Bahnquerung im Zusammenhang mit der Ausweisung des Wohngebiets Lessingplatz einen Planungsvorsprung gebe.

Projekt-Ablauf geändert

Zudem befinden sich im nördlichen Bereich viele alte Kleinkläranlagen, so dass es Chancen auf Fördermittel gebe, so Döring. Diese zu beantragen, sei planerisch nicht mehr zu schaffen gewesen.

Und drittens soll das geplante Wohnbaugebiet „Am Gartenberge“ von der Ortsumgehung her erschlossen werden. Das sei natürlich mit Bauarbeiten verbunden und ein Ausbau zum jetzigen Zeitpunkt wäre nicht sinnvoll, wenn dann bald wieder alles aufgerissen werden würde.

Neue Wohngebiete gut ausgelastet

Die neue Wohnbaufläche „Am Gartenberge“ südlich des Gartenberges will die Stadt entwickeln, weil alle anderen Wohngebiete bis auf eine Reserve in Offenhain-Nord schon ausgelastet sind. In der Klingersiedlung sind alle Bauplätze verkauft, die letzten Einfamilienhäuser werden gerade gebaut, sagte der Bürgermeister. Am Lessingplatz wurden ebenfalls alle 23 Grundstücke veräußert, der größte Teil der Häuser entsteht gerade. In Offenhain-Nord ist die Erschließung abgeschlossen und die Vermarktung hat begonnen.

Die städtische Wohnungsgesellschaft WGS plant als Vorhabensträger für das kommende Jahr ebenfalls ein großes Bauvorhaben. In der Heinrich-Heine-Straße/Ecke Berthold-Brecht-Straße will sie zwei Mehrfamilienhäuser errichten. Dafür wurde über einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan bereits Baurecht geschaffen, so dass als nächstes der Bauantrag eingereicht werden kann.

Entwurf liegt öffentlich aus

Der Vorentwurf für die Wohnbaufläche „Am Gartenberge“ liegt sei Montag und noch bis zum 13. Dezember zur öffentlichen Einsichtnahme im Bau- und Umweltamt aus, so Hauboldt. Parallel laufe die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Nach Abschluss der Auslegung werden die Stellungnahmen ausgewertet.

Verschoben wird hingegen der ursprünglich für 2020 vorgesehene 6. Bauabschnitt am Rathaus. Dort muss ein 2. Rettungsweg geschaffen werden, doch allein die Planung kostet 259.000 Euro.

Haushalt für 2020 wird gerade erstellt

Traditionell zog der Bürgermeister in der Einwohnerversammlung auch Resümee über zahlreiche Vorhaben, die in diesem Jahr realisiert wurden. Die Spannbreite reicht von zahlreichen Tiefbau-Projekten über die Straßenunterhaltung und -beleuchtung, Gehwegreparaturen, die Stadtsanierung über verschiedene städtebauliche Planungen bis zu den vielen Aktionen und Veranstaltungen städtischer Einrichtungen.

Untrennbar mit 2019 verbunden ist für Sömmerda die Ausrichtung des Thüringentages. Auch nach diesem habe man noch einen rechtskräftigen Haushalt, betonte Hauboldt. Am Etatentwurf für 2020, wo es wohl nicht mehr ganz so rosig aussehen werde, werde gerade gearbeitet.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.