Kind stürzt von Kreuzfahrtschiff: Familie widerspricht Polizei

Puerto Rico  Beim Spielen mit dem Opa stürzte ein 18 Monate altes Mädchen vom Kreuzfahrtschiff „Freedom Of The Seas“ auf den Boden des Hafens von Puerto Rico und verstarb. Laut Polizei sei der Opa schuld, jedoch widerspricht nun der Anwalt der Familie dieser Darstellung.

Die Familie des Mädchens wollte auf dem Kreuzfahrtschiff „Freedom Of The Seas“ Urlaub machen.

Die Familie des Mädchens wollte auf dem Kreuzfahrtschiff „Freedom Of The Seas“ Urlaub machen.

Foto: imago/ZUMA press

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Gemeinsam mit den Großeltern wollte eine junge Familie aus dem US-Bundesstaat Indiana vom Hafen in Purto Rico aus mit dem Kreuzfahrtschiff „Freedom Of The Seas“ in den Urlaub aufbrechen. Als der Opa mit seiner 18 Monate alten Enkelin spielte, stürzte das Kind und fiel 45 Meter in die Tiefe auf den Boden des Hafens und starb an seinen Verletzungen.

War es ein tragischer Unfall? Oder hat die Reederei einen großen Anteil an dem Unglück? Inwiefern trägt der Opa eine Mitschuld?

Laut dem Anwalt der Familie könnte der Todesfall nun zu einem Rätsel werden. Denn seine Darstellung des Falls widerspricht deutlich derjenigen, die von der Polizei bekannt gegeben wurde. Demnach sei das Kind dem Opa aus den Händen geglitten.

Familie will nur noch nach Hause und das Kind beerdigen

Der Anwalt präsentiert nun eine andere Version. Vielmehr habe der Großvater einfach nicht bemerkt, dass an der Stelle der Fensterwand, wo er mit dem Kind spielte, kein Glas war. „Ihr Großvater dachte, es gäbe Glas wie überall sonst, aber das gab es nicht...“ Er erzählte NBC News am Dienstag, dass das Kleinkind es geliebt habe, durch Fensterscheiben zu schauen. Aufschluss sollen auch die Bilder einer Überwachungskamera geben.

Sie seien am Boden zerstört, sagt der Anwalt der Familie, Michael Winkleman. „Es waren schreckliche 72 Stunden in Puerto Rico und sie wollen nur noch so schnell wie möglich nach Hause kommen, damit sie als Familie trauern können. Ihr einziges Ziel jetzt, ist nach Hause zu kommen und die Beerdigung zu organisieren“, sagte er den Medien.

Die Leiche des Kindes soll obduziert werden. Die Polizei ermittelt weiter, stuft den Vorfall aber als Unfall ein. Die Reederei kündigte bereits an, die Ermittlungen der Polizei unterstützen zu wollen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt könne man aber keine weiteren Informationen zum Unglücksfall herausgeben.

Keine Hinweisschilder

Der Anwalt stellt die entscheidende Frage über das geöffnete Fenster: „Wieso gab es kein Schild oder keinen anderen Hinweis auf diese Gefahr?“ Er kündigte an, alles in seiner Macht stehende für die Familie zu tun und die Reederei Royal Caribbean Cruises zur Rechenschaft zu ziehen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.