Vier Mal in zwei Jahren kaputt gefahren: Lkw bereiten Sorgen in Martinfeld

Martinfeld.  Eine Grundstücksmauer in der Flinsberger Straße in Martinfeld wurde innerhalb von zwei Jahren vier Mal kaputt gefahren. Der Eigentümer ist besorgt um die Sicherheit der Fußgänger.

Carsten Dölle und Sohn Oliver sind entsetzt. Zum vierten Mal innerhalb von zwei Jahren hat ein Lastwagen die Grundstücksmauer ihres Hauses in der Flinsberger Straße/Ecke Sellenstraße in Martinfeld kaputt gefahren.

Carsten Dölle und Sohn Oliver sind entsetzt. Zum vierten Mal innerhalb von zwei Jahren hat ein Lastwagen die Grundstücksmauer ihres Hauses in der Flinsberger Straße/Ecke Sellenstraße in Martinfeld kaputt gefahren.

Foto: Eckhard Jüngel

Ein lauter Knall schreckte Oliver Dölle auf. Ein Blick aus dem Fenster gab ihm Gewissheit: Zum vierten Mal innerhalb von zwei Jahren wurde die Natursteinmauer am elterlichen Grundstück in der Flinsberger Straße in Martinfeld von einem Lastwagen umgefahren. Carsten Dölle, Vater von Oliver, treibt es Sorgenfalten auf die Stirn, denn der Unfall ereignete sich am Montag um 7.13 Uhr. Besonders brisant ist die Situation an der Flinsberger Straße/Ecke Sellenstraße, da hier der Fußweg abrupt endet und man beim Verlassen des Grundstückes direkt auf dem Fußweg steht. „Ich habe vor allem Angst um meine Kleine, die in die erste Klasse geht“, sagt Carsten Dölle. Zehn Minuten früher hätte sie auf dem Fußweg gestanden, um den Weg zur Schule anzutreten.

7000 Euro Schaden an der Grundstücksmauer

Am 29. Juli dieses Jahres krachte es laut Dölle an gleicher Stelle bereits. „Der Schaden wurde erst vor fünf Tagen von der Versicherung bezahlt. Bei allen Unfällen sind die Fahrer geflüchtet“, sagt Carsten Dölle. Bei den ersten beiden Ereignissen sei alles im Sande verlaufen, da kein beschädigtes Fahrzeug ausfindig zu machen war. „Ich bin auf dem Schaden sitzen geblieben. Am Montag hat mein Sohn den Fahrer gestellt. Beim Unfall im Juli konnte ich mit der Polizei gemeinsam den Verursacher ausfindig machen“, blickt Dölle zurück. Am Montag habe der Fahrer „ganze Arbeit geleistet“, die gesamte Mauer beschädigt. Dölle rechnet mit einem Schaden von bis zu 7000 Euro. Aber nicht nur die Mauer habe etwas abbekommen, auch sein Auto. „Ich schätze das wird 3000 Euro kosten.“

Beim Rechtsabbiegen in die Sellenstraße touchierten die Räder des Aufliegers und der Unterfahrschutz laut Polizei die Grundstücksmauer. Diese kippte um und beschädigte den in der Nähe abgestellten Pkw.

„Gegen den 27-jährigen Fahrer aus Polen wurde Anzeige wegen des Verdachtes des unerlaubten Entfernens vom Unfallort erstattet“, teilt Fränze Töpfer, Pressesprecherin der Landespolizeiinspektion Nordhausen, mit. Der zuständige Staatsanwalt aus Mühlhausen hat laut Töpfer zur Sicherung des Strafverfahrens in Deutschland eine sogenannte Sicherheitsleistung erhoben. Hierbei handele es sich aber um keine Strafe. Das Ermittlungsverfahren werde unabhängig davon geführt.

„In dem Gebiet hier gibt es viele Kinder. Es muss endlich etwas passieren“, fordert der Martinfelder Carsten Dölle, der sich von der Verwaltungsgemeinschaft Ershausen/Geismar im Stich gelassen fühlt. „Das Problem ist uns bekannt, Herr Dölle war bei uns“, erklärt hingegen Markus Rippel, der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft mit Sitz in Ershausen. Er selbst habe am Montag mit dem verantwortlichen Kontaktbereichsbeamten der Polizei (Kobb) Peter Gebardt über das Problem gesprochen. „Es ist aber nicht so einfach, wie sich das nach außen darstellt“, meint der VG-Chef, man könne nicht einfach mal ein Straßenschild aufstellen. Auch die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Eichsfeld müsse in die Entscheidung eingebunden werden. Inzwischen hat sich Markus Rippel erneut mit dem Kobb verabredet, um das Problem nochmals zu besprechen.

Carsten Dölle wünscht sich schon seit Längerem einen Termin vor Ort in der Flinsberger Straße, da es bisher einen solchen noch nicht gab. Eine Lösung müsse endlich gefunden werden, sagt er. Ihm sei aber bewusst, dass der Lkw-Verkehr notwendig ist, damit eine ortsansässige Firma beliefert werden kann.

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