Lohmühlenpokal aus Lohmühle geht diesmal nach Pirna

Lohmühle  Schiffsmodellsportclub Tambach-Dietharz richtet erneut Herbstregatta mit 80 Modellen aus

Teilnehmer der Lohmühlen-Herbstregatta war unter anderem Arnold Pfeifer aus Greiz mit seinem Modell des Kanonenbootes „Panther“.

Teilnehmer der Lohmühlen-Herbstregatta war unter anderem Arnold Pfeifer aus Greiz mit seinem Modell des Kanonenbootes „Panther“.

Foto: Matthias Wenzel

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Der Schiffsmodellsportclub Tambach-Dietharz wurde bereits 1976 unter dem Dach der damaligen Gesellschaft für Sport und Technik (GST) gegründet, erzählt Angel Schapke, der dem Verein nun vorsteht. Diesem gehören derzeit 28 Mitglieder an, darunter auch etliche von auswärts, wie beispielsweise Arnold Pfeifer aus Greiz.

Dieser ist bereits seit 50 Jahren aktiv als Modellbauer dabei. Teilweise seien dafür fünf bis sechs Jahre Bauzeit notwendig. So auch für das Modell des kaiserlichen Kanonenbootes „Panther“ im Maßstab 1 zu 75. Das Original stamme aus dem Jahre 1907. Arnold Pfeifer wurde vor 20 Jahren zur Weltmeisterschaft in Halle schon einmal zum Sieger gekürt.

Leider sei der Schiffsmodellbau kein medienwirksamer Sport, es gebe deshalb kaum Sponsoren. Auch die Jugend tue sich damit schwer, meint Arnold Pfeifer. Der aktive Club von Tambach-Dietharz biete zum Glück Enthusiasten wie ihm und Lukas Lipowski aus Pirna eine Heimstatt. Fünf Vereinsmitglieder hätten erst vor kurzem an der Weltmeisterschaft in Ungarn teilgenommen.

Am Wochenende waren zur traditionellen Herbstregatta rund 60 Teilnehmer mit knapp 80 Schiffsmodellen angereist, unter anderem aus Fulda und vom Partnerverein aus Eberswalde. Als Regattastrecke diente wie immer einer der Teiche an der Lohmühle.

Die Modelle waren in fünf Fahrklassen eingeteilt: vom einfachen Schiff bis zum detailgetreuen Profimodell. Im Rahmen einer strengen Baubewertung konnten maximal 100 Punkte erreicht werden. Weitere 100 Punkte waren im Rahmen der Fahrbewertung drin. Dazu musste per Fernsteuerung ein genau festgelegter Parcours befahren werden.

Rückwärts einparken mit dem Boot

Dazu gehörte das Durchfahren von Toren und das besonders schwierige rückwärts Einparken am Ende. Dabei ging es weniger um Schnelligkeit als um Geschicklichkeit. Jeder Teilnehmer hatte drei Läufe, von denen die zwei besten gewertet wurden.

Die Klassenbesten fuhren abschließend um den Lohmühlenpokal. Diesen errang in diesem Jahr als Gesamtsieger der bereits erwähnte Lukas Lipowski aus Pirna.

Die Lohmühlenregatta lebt jedenfalls von der Vielfalt der Modelle. Selbst U-Boote waren in diesem Jahr mit von der Partie. Vereinsmitglied Hubert Wagner hat sogar das um 1980 erbaute englische Frachtschiff „Gry Maritha“ im Maßstab 1 zu 38 nachgebaut.

Da kam natürlich auch das Fachsimpeln nicht zu kurz, denn sämtliche Teilnehmer der Lohmühlen-Regatta eint die Begeisterung für das gemeinsame Hobby.

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