Praktische Lebenshilfe in Afrika

Ruhla  Verein im Erbstromtal ermöglicht benachteiligten jungen Leuten in Ruanda eine berufliche Ausbildung. Stiftung unterstützt mit tausend Euro

Der Eine-Welt-Kreis in Ruhla, der bedürftige Jugendliche in Afrika unterstützt, hat für seine Arbeit jetzt eine größere Geldsumme erhalten. Die „Town & Country“-Stiftung beteiligt sich mit einer Spende von 1000 Euro. Am Donnerstag übergab der Bundestagsabgeordnete Christian Hirte (CDU) den symbolischen Scheck.

Eigentlich wurde die Stiftung 2009 von dem Unternehmerpaar Gabriele und Jürgen Dawo aus Behringen gegründet, um unverschuldet in Not geratene Bauherren und deren Familien zu helfen. Inzwischen lenkt sie ihren Fokus auch auf Vereine, die benachteiligten Kindern und Jugendlichen helfen. Menschen in Afrika sollten in die Lage versetzt werden, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen.

Beispiele für erfolgreiche Hilfe sind: Die junge Frau in Ruanda, die mit Unterstützung eines Paten aus dem Erbstromtal heute arbeiten kann und erst kürzlich an einer Gehörlosentagung in Augsburg teilnahm. Der junge Mann, der über das Patenschaftsprojekt ein Studium absolvieren konnte und heute bei der Wasserwirtschaft von Ruanda tätig ist. Oder die alleinstehende Mutter, die einen Kredit erhielt und für sich und ihre Kinder ihren Lebensunterhalt heute mit einem kleinen Gemüseladen verdient.

Eine Hürde haben die Ruhlaer genommen: Der evangelische Pfarrer Gerhard Reuther besuchte erst Anfang dieses Jahres ein weiteres Mal Ruanda, um dort eine Hilfsorganisation zu finden, mit der man vertrauensvoll das 2007 ins Leben gerufene Projekt fortsetzen kann, nachdem der vorherige Ansprechpartner aus Altersgründen wieder nach Deutschland zurückgekehrt ist. Mit dem Verein „Amizero Y’Ubuzima“, übersetzt „Hoffnung fürs Leben“, denkt man, den richtigen Partner gefunden zu haben.

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